11.7.07

Vor zwanzig Jahren blühte im Bavarian Silicon Valley nicht nur der Kommerz. Bereits 1987 entstand in München mit dem CL-Netz das erste Grassroot-Netzwerk online, damals noch über Telefonnetz, später über Internet, unter der Devise: „Dial locally, act globally“. Frauen-, Friedens-, Umweltgruppen vernetzten sich hier frühzeitig, um grenzübergreifend ihre politischen Ziele umzusetzen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Deutsche Journalisten-Union/verdi, Kommunikation und Neue Medien e. V., Link-M und die Journalistenakademie laden deshalb ein zu „20 Jahre Vernetzung von unten“ ins DGB-Haus in München.

Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums des CL-Netzes beschäftigt sich der Kongress „Wem gehört das Internet?“ mit den Entstehungsbedingungen und Entwicklungen Sozialer Software. Auf dieser Basis entwickelt er Visionen für die aktuellen Hypes. Ausgangsthese des Kongresses: Innovationen online entstehen in Nischen, bevor sie als kommerzielles Produkt Erfolge feiern. Den Freitag abend eröffnet Se-bastian von Bomhard mit der Keynote 'Wem gehört das Internet?'. In drei Panels geht es am Samstag um „Politik & Gesellschaft“, „Technik & Geschichte“ sowie um „Journalismus & Kommunikationswissenschaft“.

Erwartet werden mehr als hundert Teilnehmende aus ganz Europa. Der Kongressbeitrag für Freitag und Samstag beläuft sich auf 25 Euro. Das vorläufige Programm im Einzelnen finden Sie auf www.wem-gehoert-das-internet.de.