19.11.10

Arbeitslosenversicherung für Freie wird teuer

Selbständige Journalistinnen und Journalisten können sich ab 2011 nunmehr unbefristet gegen Arbeitslosigkeit versichern. Die bisherige Regelung war bis zum 31. Dezember 2010 befristet. Versichern können und dürfen sich nur Menschen, die bis zum 31. Dezember 2010 freiwillig arbeitslosenversichert waren oder die ab dem 1. Januar 2011 in die Selbständigkeit starten.

Wer ab dem 1. Januar 2011 neu in die Selbständigkeit startet, muss einen Antrag auf die Pflichtversicherung spätestens drei Monate nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit stellen. Wer bereits bis zum 31. Dezember 2010 freiwillig arbeitslosenversichert war, wird automatisch weiterversichert oder kann bis spätestens 31. März rückwirkend zum 31. Dezember kündigen. Versicherte dürfen ab 2011 nur noch zweimal während ihrer Selbständigkeit arbeitslos werden, also zweimal Arbeitslosengeld beziehen.

Die Arbeitslosenversicherung wird für Selbständige teuer. Die Berechnung geht grundsätzlich wie folgt: Arbeitslosenversicherungsbeitrag (2011: 3,0 Prozent) von (2011 noch: Hälfte) der Bezugsgröße. Das bedeutet in Euro-Zahlen: 2011 wird die Versicherung voraussichtlich monatlich rund 33,60/38,33 Euro kosten (Ost/West); 2012 werden es sogar mindestens rund 67/77 Euro (Ost/West, monatlich) sein. Wenn der Arbeitslosenversicherungsbeitrag von derzeit 3,0 Prozent wieder deutlich steigen würde, könnten die Beiträge 2012 sogar 100 und mehr Euro im Monat bedeuten! Existenzgründer können ein Jahr lang auf Grundlage der Hälfte der Bezugsgröße versichert werden. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) empfiehlt freien Journalisten, trotz der hohen Beiträge weiter im System zu bleiben. Informationsbroschüre des DJV (PDF)

14.11.10

dju-Journalistentag: Zeit haben für Recherche, 27.11.



Journalismus heißt Zeit haben für Recherche - das fordert die Deutsche Journalistenunion in verdi ein. Am 27. November lud sie zum 24. Journalistentag 2010 ins Haus der ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, in 10179 Berlin. Ab 10 Uhr referierten Hans Leyendecker (Keynote: Recherche - Handwerk – Kunst – Notwendigkeit), Gabriele Hooffacker (Online-Recherche 2.0: Alles andere als anonym), Manfred Redelfs von Greenpeace, Erwin Kohla, SWR, Uwe Röndigs, Weilburg und Stephan Weichert.

Alles andere als anonym: Vortrag von Gabriele Hooffacker (PDF)

Programm

13.11.10

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, 4.12.


Christoph Süß, bekannt von der Fernsehsendung Quer, moderierte beim Deutschen Menschenrechtspreis. Ausgezeichnet wurden Preisträger in insgesamt fünf Kategorien, ihre Filme werden in Ausschnitten gezeigt. Die Liste der Preisträger finden Sie hier. Die 29-jährige Jazzsängerin Yara Linss gestaltete gemeinsam mit ihrer drei-köpfigen Akustik-Formation den musikalischen Rahmen des Abends. Zur Veranstaltung in der Tafelhalle in Nürnberg kamen mehr als 500 Menschen.

Peter Lokk von der Journalistenakademie hat den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis mit begründet; die Journalistenakademie ist Mitveranstalterin des Preises.


Mehr zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis

9.11.10

Neu im Presserat: Peter Welchering


Peter Welchering, Journalist und seit vielen Jahren Dozent an der Journalistenakademie, wurde heute als neues Mitglied in den Deutschen Presserat gewählt. Der Deutsche Presserat tritt für die Pressefreiheit ein und dient Bürgerinnen und Bürgern als Anlaufstelle bei Beschwerden. Er versteht sich als Freiwillige Selbstkontrolle der Presse. Peter Welchering vertritt im Deutschen Presserat den Deutschen Journalistenverband. Die Journalistenakademie gratuliert!

8.11.10

Unternehmen wollen für Social Media kein Geld ausgeben

Social Media Tools werden auf Firmenseiten bislang wenig eingesetzt. Das geht aus einer Studie der PR-Consulter Temmel, Seywald & Partner hervor, für die 86 Konzerne in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Neun von zehn Unternehmen setzen auf Kontaktformulare (93%) und E-Mailadressen (87%). Vier Fünftel der Firmen bieten Newsletter an (79%), rund die Hälfte der Befragten stellen Videos (56%) online und bedienen RSS Feeds (53%).

Das steht in deutlichem Widerspruch zur langfristigen Einschätzung der Unternehmen: Danach sind Social Media für neun von zehn börsennotierten Unternehmen nicht mehr aus der Unternehmenskommunikation (88%).

Beim Social Media-Portfolio sind Twitter und Facebook die Favoriten. Etwa sechs von zehn der befragten Unternehmen nutzen Facebook (60%) und Twitter (57%), die Hälfte (52%) stellt Promotion-Videos auf YouTube. Auch von der Business-Plattform Xing wird für die Zukunft mehr Potenzial erwartet (42%).

Offensichtlich wollen die Unternehmen für Social Media möglichst wenig zusätzliches Geld ausgeben: Mehr als ein Drittel (38%) gibt an, seine Social Media-Aktivitäten mit den bereits vorhandenen Ressourcen zu managen. Ein Drittel der Befragten (32%) stellt für seine Social Media-Auftritte zwar Mittel bereit, die Mehrheit dieser Gruppe ist allerdings im unteren Ausgabenbereich bis 20.000 Euro angesiedelt.

Quelle: media-treff.de

Video: Web 2.0, Medien und Politik


Web 2.0 und seine Folgen


Die Videodokumentation zur Fachtagung "Web 2.0 und die Folgen" vom 16. Oktober ist ab sofort online. Es gibt Statements von Michael Husarek (Nürnberger Nachrichten), Leif Kramp (Macromedia Hochschule), Katja Riefler, Alfons Pieper (wir-in-nrw-blog), Bernd Graff (Süddeutsche), Dieter Janecek (Die Grünen), Caja Thimm (Uni Bonn), Christoph Bieber (JLU Gießen) und Jörg Eisfeld-Reschke (Ikosom). Danke an Alex Wittchen und Malte Burdekat, die den Film realisiert haben!
Fotos zur Tagung, Bericht (Petra-Kelly-Stiftung)

Lehrgang Pressearbeit online hat am 8.11. begonnen


Mit Online- und mit Printmedien kompetent Unternehmens- oder Verbandsziele an Medien und Öffentlichkeit kommunizieren zu können, ist Inhalt des Lehrgangs Pressearbeit online an der Journalistenakademie. Am 8. November hat der Lehrgang begonnen. Er dauert sechs Monate. In den ersten Wochen ist ein Einstieg noch möglich. Interessierte rufen bitte möglichst schnell die Journalistenakademie an unter 089.1675106 oder nutzen unser Online-Formular zur Kontaktaufnahme.

2.11.10

IHK München lädt Existenzgründer ein, 13.11.

Finanzen, Steuern, Buchhaltung - alles rund um die Existenzgründung erklären Experten beim Gründertag der Münchner IHK am Samstag, 13. November.

Wer sich selbstständig machen möchte, muss sich Marketing, Buchhaltung, Steuern, Business-Plänen, Gewerbeanmeldungen (oder auch nicht) herumschlagen. Es gibt Finanzhilfen wie den Gründungszuschuss oder das Einstiegsgeld.

Der Eintritt zu allen Vorträgen und Infoständen ist frei. Veranstaltungsort ist das M,O,C in der Lilienthalallee 40. Das M,O,C ist sowohl mit dem Auto also auch mit der U-Bahn (Haltestelle Kieferngarten, Fußweg 10 Minuten) gut zu erreichen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Flyer mit ausführlichem Programm