30.12.11

Einkommen, Arbeitsmarkt, Medien: Wie sich Deutschland verändert

Anstelle einer Neujahrsansprache: zunächst etwas Statistik

Die Einkommensschere klafft in Deutschland immer weiter auseinander. Über die 90er Jahre hat die Ungleichheit der am Markt erzielten Bruttoeinkommen – Löhne und Gehälter, Unternehmer- sowie Vermögenseinkommen – in Deutschland zugenommen. Die oberen 10 Prozent der Einkommenspyramide konnten ihr reales Markteinkommen von 1992 bis 2001 um gut 7 Prozent steigern. Die „ökonomische Elite“, die oberen 0,001 Prozent der Einkommensbezieher, erzielten gegenüber 1992 sogar einen realen Einkommensanstieg um 35 Prozent. In dieser Gruppe von 650 Personen lag das durchschnittliche Markteinkommen 2001 bei 15 Mill. Euro, hat das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) Berlin ermittelt.

Die Netto-Reallöhne sind in Deutschland seit Anfang der 90er Jahre kaum gestiegen. Von 2004 bis 2008 gingen sie sogar zurück, eine in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Entwicklung, denn nie zuvor ging ein durchaus kräftiges Wirtschaftswachstum mit einer Senkung der realen Nettolöhne über mehrere Jahre einher.
Ursache ist nicht etwa eine höhere Belastung der Lohneinkommen durch Steuern und Sozialabgaben, sondern die außerordentlich schwache Steigerung der Entgelte. Dieser Befund ist umso bemerkenswerter, als sich die Qualifikation der beschäftigten Arbeitnehmer im Durchschnitt erhöht hat, was für sich genommen einen deutlichen Anstieg der Verdienste hätte erwarten lassen. Im Gegensatz zur Lohnentwicklung sind die Einkommen aus selbständiger Tätigkeit sowie aus Kapitalvermögen in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen, sodass die Arbeitnehmerentgelte einen immer geringeren Teil des Volkseinkommens ausmachen. Die bereinigte Lohnquote erreichte 2007 und 2008 mit rund 61 Prozent ein Rekordtief (Quelle: ebenfalls DIW).

Auch 2011 sind die Reallöhne in Deutschland trotz des Konjunkturaufschwungs nur wenig gestiegen - die Beschäftigten haben also kaum an Kaufkraft gewonnen. Der Zuwachs belief sich auf lediglich 0,6 Prozent, wie eine Studie ergab. 2009 hatten die Beschäftigten real noch im Schnitt 2,4 Prozent mehr verdient (Quelle: Tagesschau.de).

Medien und Arbeitsmarkt: 73,3 Prozent der Bevölkerung (2010: 69,4%) sind mittlerweile online. Damit stieg die Zahl der Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland binnen eines Jahres von 49,0 Millionen auf 51,7 Millionen. Besonders nachgefragt werden Bewegtbilder im weltweiten Netz, die 68 Prozent (2010: 65 Prozent) aller Onliner abrufen. Dabei schauen sich 29 Prozent (2010: 23 Prozent) TV-Sendungen zeitversetzt an. Der Anteil derer, die live im Netz fernsehen, liegt bei 21 Prozent (2010: 15 Prozent). Dies sind rund 19 Millionen Menschen, die zumindest gelegentlich Fernsehinhalte im Internet sehen - vier Millionen mehr als 2010. Dabei ist die Zunahme bei den 14- bis 29-Jährigen überdurchschnittlich hoch (Quelle: ARD-ZDF-Onlinestudie).

Für das Internet zeigte sich in den letzten Jahren eine wachsende Nutzung regionaler Informationen. Behinderte Menschen nutzen das Internet mehr als nichtbehinderte. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen hat sich das Internets als erste Anlaufadresse durchgesetzt. Damit spielt es längst eine zentrale Rolle bei der Information und Kommunikation innerhalb der Gesellschaft. Zudem ist zu erwarten, dass regionalorientierte Internetnutzung weiter zunehmen wird, je mehr ältere Menschen online gehen, schreiben Ekkehardt Oehmichen und Christian Schröter.

Das Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) sagt für 2012 voraus: Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Laufe des Jahres 2012 sei großer Unsicherheit ausgesetzt. Über das schwächelnde weltwirtschaftliche Umfeld hinaus werde für die deutsche Wirtschaft entscheidend sein, in welchem Ausmaß sich die Risiken aus der Staatsschuldenkrise und der damit verbundenen Verunsicherung der Finanzmärkte realisieren.

Der deutsche Arbeitsmarkt habe im Laufe des Jahres 2011 die letzten Auswirkungen der internationalen Rezession 2008/2009 überwunden. In der Krise sei die Arbeitslosigkeit nur geringfügig gestiegen, Arbeitszeit und Produktivität gingen jedoch erheblich zurück. Arbeitskräfte wurden also in den Betrieben gehalten und die Produktion im Zuge der Erholung ab 2009 schnell wieder erhöht. Über diesen Aufholeffekt hin aus stieg die Beschäftigung deutlich an. Allerdings wird sich der Aufschwung spürbar abschwächen. Die IAB­-Prognose untersucht die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt für 2012.

Wie sieht es im Journalismus aus? Die Jahresstatistik der Arbeitsagenturen meldete für 2010 insgesamt 5.200 arbeitslose Redakteure und Journalisten. Das sind zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. In der ersten Jahreshälfte 2011 sank die Arbeitslosigkeit jedoch um sieben Prozent. Gleichzeitig gibt es mehr Menschen als je zuvor, die hauptberuflich vom Journalismus leben. 2010 waren es schätzungsweise 160.000 Festangestellte und Freiberufler gegenüber etwa 127.000 im Jahr 2000. Diese Zahl nennt die aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamts. Ihre Zahl hat in den letzten zehn Jahren um mehr als 30.000 zugenommen, das ist ein Zuwachs um 23 Prozent.

Verdient werde vor allem rund um Online-Angebote, und auch hier weniger im klassischen Journalismus, sondern im Bereich von Unternehmens- und Verbands-Websites. Rund 32.000 Menschen arbeiten in diesem Bereich, die Mehrheit davon in sozialversicherungspflichtiger Festanstellung. Im Printbereich sank die Zahl der gemeldeten Stellen für Redakteure und Journalisten 2009 auf 2010 mit 29 Prozent überdurchschnittlich stark. Über das ganze erste Jahrzehnt betrachtet waren 13,2 Prozent mehr Redakteure und Journalisten im Bereich Online-Redaktion beschäftigt als im Jahr 2000, unter denjenigen mit Fach- und Hochschulabschluss waren es sogar 16,5 Prozent mehr (Quelle: Link zur Statistik der Arbeitsagentur).

Was für 2012 zu tun bleibt:
  • Web und Social Media müssen in ihrer Informations- und Kommunikationsfunktion ernst genommen und sorgfältig gepflegt werden.
  • Die qualifizierte journalistische und konzeptionelle Arbeit im crossmedialen und Online-Journalismus muss anerkannt werden.
  • Sie muss auch entsprechend honoriert werden.
In diesem Sinne: Erholsame Feiertage und alles Gute für 2012!

27.12.11

Änderungen bei der Grundsicherung ab 1. Januar

Ab dem 1. Januar 2012 erhöhen sich die Bezüge für Menschen, die Arbeitslosengeld II bzw. Grundsicherung ("Hartz IV) erhalten:
  • Alleinstehende und allerziehende Leistungsberechtigte: 374 Euro
  • Zwei in einem gemeinsamen Haushalt zusammenlebende Partner, jeweils: 337 Euro
  • Andere erwachsene Leistungsberechtigte ohne eigenen Haushalt: 299 Euro
  • Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahre: 287 Euro
  • Kinder von 6 bis unter 14 Jahre: 251 Euro
  • Kinder von 0 bis unter 6 Jahre: 219 Euro
Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg

Einige vom Regelbedarf abhängige Mehrbedarfe, zum Beispiel für Alleinerziehende, fallen ebenfalls höher aus. Die Anpassungen werden automatisch von der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgenommen. Gesonderte Anträge in den Jobcentern sind nicht erforderlich. Alle Bedarfsgemeinschaften erhalten bis Ende Dezember 2011 einen schriftlichen Bescheid über die für sie jeweils eintretenden Änderungen.

Jeder Vierte, der in Deutschland arbeitslos wird, ist sofort auf Hartz Vier angewiesen. Das hat eine Analyse der Bundes-Agentur für Arbeit ergeben (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 29. Dezember 2011). Danach waren 2011 pro Monat rund 61.000 Menschen betroffen. Als Ursache nennt die Studie, dass immer weniger Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt arbeiten.
Zur vollständigen Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

13.12.11

Video: In der Bäckerei Sedlmayr wird von Hand gebacken

Bäckermeister Alexander Sedlmayr in München-Neuhausen bäckt Semmeln, Brot, Kuchen und Torten noch selbst. Sein Arbeitstag beginnt in der Nacht um ein Uhr dreißig. Das Team des berufsbegleitenden Lehrgangs "Audio- und Videoproduktion" der Journalistenakademie (VB-2) hat ihn dabei gefilmt.

Wer einmal an einem Lehrgang der Journalistenakademie teilgenommen hat, kennt die Backwaren der Bäckerei Sedlmayr: Brezen, Baguette, süße Teilchen, Kuchen und Torten. Die Bäckerei liegt in der Nähe der Journalistenakademie in der Aldrianstraße 1.

Zum Video über die Bäckerei Sedlmayr

10.12.11

Zu Besuch bei den Nürnberger Nachrichten

Von der Redaktion bis zum Druck: Wie eine Tageszeitung entsteht, konnten zehn Besucherinnen und Besucher am Donnerstag in Nürnberg erleben. Peter Lokk führte am Bildungszentrum (BZ) in die Geschichte der Nürnberger Nachrichten ein, dann ging's zum Haus der Nürnberger Nachrichten. Dort stellte Klaus Schrage die Redaktionsarbeit vor. Manfred Burger schließlich führte durch die Druckerei (im Bild: die MANRoland-Anlage).

Die nächste Gelegenheit, übers Bildungszentrum eine Besichtigung der Nürnberger Nachrichten zu buchen, besteht am 14. Juni 2012. Hier geht's zur Anmeldung am BZ

6.12.11

Journalismus crossmedial: Dossier "Töne"

Dass Töne viel mehr bewegen als nur Luft, zeigt das Dossier des berufsbegleitenden Lehrgangs Journalismus crossmedial (JB-6). Seine fünf Autorinnen weben einen Klangteppich aus Geräuschen, Stimmen und Musik der unterschiedlichsten Spielarten: Von Stummfilmmusik über ein Festivals für visuelle Musik, einen Schnupperkurs Sprechen, Musiktherapie bis hin zum Kurorchester Bad Reichenhall reicht die Palette. Der nächste Lehrgang Journalismus crossmedial startet am 3. Februar 2012. Hier geht's zum Dossier. Wohltönenden Lesespaß wünscht das Team des JB-6!

29.11.11

Corporate Publishing: Content zählt


Corporate Publishing (CP) wirkt am besten, wenn journalistische Inhalte den Content bestimmen. Zu diesem Ergebnis kommt das CP-Barometer 05/2011. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen und Dienstleister attestieren Corporate Publishing ein großes Potenzial zur Vertriebsunterstützung, sowohl für Konsumenten als auch für Geschäftskunden. 75 Prozent aller Befragten sind davon überzeugt, dass journalistische Inhalte ein wirksamer Verkauftreiber sind. Die Ergebniss der Studie (PDF)

28.11.11

In eigener Sache: Was schenkt man Journalisten?

Was schenkt man einer Journalistin, einem Pressereferenten zu Weihnachten? Die Journalistische Praxis empfiehlt: Schenken Sie ein Buch aus der Gelben Reihe.

Neu erschienen ist Pressearbeit praktisch von Peter Lokk und Gabriele Hooffacker. In der völlig neu bearbeiteten 3. Auflage 2010 herausgekommen ist Online-Journalismus von Gabriele Hooffacker. Den Klassiker Einführung in den praktischen Journalismus gibt es in der letzten von Walther von La Roche (1936-2010) selbst bearbeiteten 18. Auflage.

2011 erschienen zudem Neuauflagen der Klassiker Fernseh-Journalismus und Frei sprechen.

Die Bücher kosten zwischen 17,95 und 23 Euro und werden versandkostenfrei ausgeliefert. Alumni und Alumnae der Journalistenakademie erhalten 20 Prozent Rabatt. Hier können Sie im Shop stöbern.

26.11.11

Wie Onlinejournalisten Geschichten erzählen

Neue Online-Plattformen stellen Journalisten interessante Werkzeuge für den Online-Journalismus zur Verfügung. Die Studierenden an der Leipzig School of Media, journalistische Profis, die den berufsbegleitenden Studiengang New Media Journalism absolvieren, haben rund ein Dutzend solcher Tools getestet und kurz beschrieben.

Darunter sind journalistische Tools zum Geschichtenerzählen wie Storify für die Erweiterung des klassischen Online-Beitrags um Social-Media- und Crossmedia-Elemente, der Public Data Explorer für die Visualisierung von Statistiken oder Dipity für die multimediale Zeitleiste. Getestet und vorgestellt werden aber auch bekannte Plattformen wie Aka-aki oder Anwendungen der Augmented Reality wie Barcoo, Cyclopedia für das iPhone oder Wikitude für Android-Smartphones.

Thema der Lehrveranstaltung am 18. November mit Gabriele Hooffacker waren die journalistischen Kernkompetenzen im New Media Journalism. Heiß diskutiert wurde die Frage, ob das vielbeschworene Kuratieren nicht zu den Kernkompetenzen des klassischen Journalismus zähle. Zum gesamten Blog zur Lehrveranstaltung

25.11.11

Wie leben und arbeiten Journalisten heute?


Was verdienen Journalistinnen und Journalisten? Was verdient man mit Pressearbeit? Wie läuft der Berufseinstieg in journalistische Berufe? Immer mehr Menschen arbeiten in journalistischen Berufen: Von mehr als 160.000 geht das Statistische Bundesamt aus. Das ist eine Zunahme um 23 Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Wie leben sie, wo arbeiten sie? In einem aufwändig recherchierten Beitrag für "M - Menschen machen Medien", die Medienzeitschrift von dju und verdi, bin ich dieser Frage nachgegangen. Betroffene berichten von den Extremen, die man im Journalistenberuf erlebt, und geben Tipps für Umbruchssituationen. Denn die staatlichen Hilfen werden weniger.

Von der Leyen spart bei Weiterbildung und Gründungszuschuss
Fachliche Weiterbildung und Zuschüsse zur Existenzgründung haben vielen Journalisten geholfen. Doch das Sparpaket der Bundesregierung geht bei seinen Berechnungen davon aus, dass der Konjunkturaufschwung von Beginn des Jahres 2011 sich weiter fortsetzt. Daher soll weiter gespart werden: Die Bundesagentur für Arbeit und der Bund müssen in der Arbeitsförderung von 2011 bis 2014 insgesamt 16 Milliarden Euro einsparen. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und der Existenzgründungszuschuss werden stark eingeschränkt. Bei der Weiterbildung wurden bisher mehr als 50 Prozent eingespart.

Kürzlich hat das Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) eine Studie vorgelegt, in der die Förderinstrumente evaluiert werden. Ein Ergebnis: Berufliche Weiterbildung wirkt, wenn auch oft zeitverzögert. Wenig wirksam hingegen sind die Vermittlung durch private Dritte, ABM und Beschäftigungszuschüsse. Sehr erfolgreich sind Instrumente wie die Gründungsförderung, der Eingliederungszuschuss sowie betriebliche Trainingsmaßnahmen. Experten wie Andreas Lutz von gruendungszuschuss.de wundern sich daher, dass gerade die erfolgreichen Instrumente gekürzt werden sollen.

Zum gesamten Beitrag (ca. 12.000 Zeichen) bei verdi

Bundestag beschließt Einsparungen bei Arbeitsmarktpolitik

Gegen die Stimmen von SPD, Grünen und Linken hat der Bundestag am 24. November in zweiter Lesung den Sozialetat des Bundeshaushalts 2012 verabschiedet. Er sieht Ausgaben von 126,5 Milliarden Euro vor, das sind 4,8 Milliarden weniger als 2011. Damit wird ein weiterer Teil des Sparpakets der schwarz-gelben Bundesregierung umgesetzt.

Die SPD hatte der schwarz-gelben Koalition vorgeworfen, mit ihrer Sparpolitik einen "Kahlschlag" im Bereich der Arbeitsmarkt zu betreiben. Einsparungen im Ressort Arbeit und Soziales seien nur in den gesetzlich nicht gebundenen Ausgaben möglich und träfen deshalb vor allem die aktive Arbeitsmarktpolitik, sagte die SPD-Abgeordnete Bettina Hagedorn am Donnerstag in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Die Arbeitsämter hätten keine Chance mehr auf eine sinnvolle Vermittlung, "weil sie die Eingliederungshilfen ausquetschen wie eine Zitrone", sagte sie. Der Haushalt von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen sei ein schlechter Etat.

Die Vorsitzende der Linken, Gesine Lotzsch, sagte, der Sozialetat sei “ungerecht, unsolidarisch und christlich ist er schon gar nicht.” Die Koalition spare bei den Gruppen, die es am härtesten treffe.
Brigitte Pothmer von den Grünen sprach von einem “Dokument der Schieflage”. Der Etat von der Leyens sei der einzige Einzeletat, der gegenüber 2011 sinke. Sie forderte die CDU-Politikerin auf, ein Gesetz für einen Mindestlohn vorzulegen. Im Bundestag konne sie mit einer deutlichen Mehrheit rechnen.

Die Arbeitsministerin sagte zur Kritik der Opposition, sie setze darauf, die Menschen wieder im ersten Arbeitsmarkt unterzubringen. Die Opposition wolle dagegen den öffentlich geförderten Arbeitsmarkt und “teure Warteschleifen”. Diese Zeit sei vorbei. “Wir haben den Instrumentenkasten aufgeräumt”, sagte von der Leyen.

24.11.11

66 Prozent mehr Stellen bei NGOs

Die Chance, bei deutschen Nichtregierungsorganisationen (NROs) und bei Institutionen im Non-Profit-Bereich einen Job zu finden, ist heute besser als noch vor Jahren: Knapp 22.600 Stellenangebote schrieben die Organisationen in den letzten fünf Jahren aus. Dabei waren es im Jahr 2010 rund 66 Prozent mehr Stellen als noch im Jahr 2006. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die Informationsdienste arbeitsmarkt in ihrer aktuellen Ausgabe zum Schwerpunktthema „Jobs in NGOs“ vorstellen. Die Informationsdienste werden vom Wissenschaftsladen Bonn herausgegeben.

Vor allem Geisteswissenschaftler haben bei NROs und bei den Non-Profit-Organisationen gute Karten: Bei drei von vier Offerten, das zeigt die Analyse der Stellenangebote, suchen die Organisationen Mitarbeiter mit entsprechendem Studienabschluss (77 Prozent).

Zur Pressemitteilung des Wissenschaftsladens
Zur ausführlichen Studie (PDF)

23.11.11

Gründungszuschuss wird voraussichtlich gekürzt - Update

Udate 25. November: Die Änderungen am Gründungszuschuss sind so gut wie beschlossen. Das Gesetz wird nun aller Wahrscheinlichkeit Ende Dezember in Kraft treten.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, kritisierte, zu wirklichen Änderungen sei die schwarz-gelbe Koalition nicht bereit gewesen. Das Gesetz diene allein dem Ziel, die massiven Kürzungen in der Arbeitsmarktpolitik durchzusetzen. Im Vermittlungsausschuss seien gegen die Stimmen der SPD nur ein paar geringfügige Änderungen beschlossen worden. "Die schwarz-gelbe Koalition zieht damit den Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik durch", so Heil. Die Bundesregierung hatte die Reform mit der Notwendigkeit begründet, Förderprogramme effektiver zu machen und dadurch Geld einzusparen.

Nach einigem Hin und Her im Bundesrat ist das „Lex von der Leyen“ so gut wie beschlossene Sache. Nun heißt es Gas geben für alle, die den Zuschuss in alter Form in Anspruch nehmen möchten.
Zum vollständigen Artikel auf www.foerderland.de

Update 23. November: Der Vermittlungsausschuss hat die Beratungen am 22. November ohne Ergebnis vertagt. Bei der Arbeitsmarktreform verlangen die Länder, den Gründungszuschuss für Arbeitslose, die sich selbstständig machen wollen, in der jetzigen Form zu erhalten. Ihre Zustimmung ist jedoch nicht notwendig: Das von Ursula von der Leyen initiierte Spargesetz kann auch so verabschiedet werden.

Die Gründungsförderung von Menschen, die Arbeitslosengeld I beziehen, soll ihnen einen erfolgreichen Übergang in die Selbstständigkeit ermöglichen oder erleichtern.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hatte rechtzeitig einen ausführlichen Bericht über den Erfolg des Gründungszuschusses vorgeleigt. Für eine Implementationsstudie des Förderinstruments wurden Fach- und Führungskräfte der Arbeitsverwaltung nach ihren Erfahrungen mit dem Gründungszuschuss befragt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitsverwaltung beurteilten den Gründungszuschuss positiv.

Auch das Netzwerk Weiterbildung von Verdi plädierte für mehr Förderung der beruflichen Weiterbildung sowie für den Gründungszuschuss. Auf der Seite Foerderung der beruflichen Weiterbildung findet man eine Zusammenfassung der Stellungnahme von Prof. Dr. Matthias Knuth. Dort gibt es auch einen Link zur vollständigen Bundestagsdrucksache der Anhörung im Ausschuss.
Zur Studie (kostenloser Download, PDF) und weiteren Materialien des IAB dazu

16.11.11

Das war "Mehr E-Demokratie wagen"

Der Veranstalter des Fachtags, das Grimme-Institut, kann sich freuen. „Mehr E-Demokratie wagen“, das sah man überall im Saal: Fast alle hatten irgendein mobiles Kommunikationsgerät dabei. Es wurde fotografiert, per Notebook, Tablet oder Smartphone untereinander kommuniziert. Für die Referenten war das manchmal irritierend – alles schweigt und tippt – ein Glück, dass nicht auch noch im Hintergrund die Twitterwall zum Hashtag #edemok eingeblendet wurde. Aber in meinem Abschluss-Statement soll sie nicht fehlen.

"Regieren Sie einfach mit"
Moderatorin Ulrike Langer zitierte eingangs ein Flugblatt der Piraten in Berlin: “Regieren Sie doch einfach mit”. Das Konzept der liquid democracy ist in Nordafrika nicht erwünscht. Und hier? Es sei doch, so Ulrike Langer immer nur ein kleiner Teil, der sich beteilige.
Gegenfrage von Jens Best (der nicht anwesend war) auf Twitter: Wie repräsentativ waren die, die die alten analogen Partizipationswege genutzt haben?
In der Podiumsdiskussion am Nachmittag wettete Max Ruppert (TU Dortmund) mit dem Publikum: „Die zweite Fragen werden weniger als fünf Personen mit „ja“ beantworten. Zuerst fragte er: "Wer nutzt Wikipedia?" Alle Hände gingen hoch. „Und wer hat schon mal einen Artikel bei Wikipedia editiert?“ Das waren zwar mehr als fünf, aber deutlich weniger als zuvor, und Ruppert musste eine Runde Wasser ausgeben. Doch es zeigte klar: Aktiv ist meist eine Minderheit.

Bei der Diskussionsrunde am Vormittag fragte Ulrike Langer weiter: „E-Democracy ist eine gute Sache. Aber doch nur für die, die sich im Internet auskennen?" Christoph Bieber sah keinen digital divide, sondern eine rasche Aufholjagd. Die Gruppe derjenigen, die nicht teilnehmen, werde immer kleiner. Doch die reine Technik genüge nicht. Das kommentierte ein Zwischenruf von Jürgen Ertelt (hier im Saal, auf Twitter): "@drbieber: Zugang reicht nicht, Begleitung zur Kompetenz ist untrennbar notwendig!"

Immer die gleichen?
Sind es nicht doch immer die gleichen, die partizipieren? Stoßseufzer der grünen Politikerin Tabea Rößner (MdB): „Die Hälfte derjenigen, die mir auf Abgeordneten-Watch schreibt, kommt aus Mainz und kennt mich persönlich...“
Dass der direkte Dialog förderlich sei, finden unter der Überschrift „e-democracy“ eigentlich alle auf dem Podium. Tobias Bürger schreibt etwas entnervt auf twitter: „Face to face, direkten dialog, bürgergesprache, diskussionsforen, ... to be continued...“ Zum Glück fordert anschließend in der Podiumsdiskussion die Journalistin Bettina Hammer, bekannt als Twister: „Schluss mit den Worthülsen!“
Ingmar Hagemann von campact wies darauf hin, dass man die Online-Diskussionen hinaustragen müsse in die politischen Veranstaltungen, Bundestag, Parteitage etc.

Die politische Teilhabe per Mausklick, fragte Ulrike Langer, ist das die Verflachung, von der Frank Schirrmacher schreibt? Der Politikwissenschaftler Thomas Zittel stieß mit seiner Antwort auf heftigen Widerspruch. Er sagte: „Die Beteiligungsforschung hat herausgefunden, dass Politik für viele Menschen viel weniger wichtig ist, als wir „Polit-Junkies“ denken. Iris Witt ärgerte sich via Twitter über Thomas Zittel und seine Aussage: es gebe nur eine kleine Gruppe politisch interessierter Menschen, und dieses sei in Stein gemeißelt.
Twister widerspricht in der Diskussion Thomas Zittel direkt. Sie sagt: Es gibt keinen Menschen, der nicht täglich mit den Auswirkungen von Politik zu tun hat.

Wie sieht es mit der Rückkopplung aus?
In der Präsentation "Top down oder bottom up?" stellte Adrienne Fichtner politnetz.ch aus der Schweiz vor. Dort sind bei 8 Millionen Einwohnern mehr als die Hälfte bei Facebook. Hier bleiben die Milieus eher unter sich, es findet kaum Dialog mit „neuen“ Wählerinnen statt. Anders bei politnetz.ch: Über die Medienpartner, z. B. „20 Minuten“, eine Gratiszeitung und Online-Plattform, wandern Aussagen der Politiker auch in die Presse.
Tobias Bürger fragt über Twitter: Mich würde da jetzt auch interessieren, ob die Politiker nach der Wahl auch auf ihre Aussagen überprüft werden können? Die Frage nach der Kontrolle, der Rückkopplung, wurde in der Diskussion zum ersten Podium aufgenommen. Thomas Zittel stellte fest: die Rückkopplung der kommunikation an die politik ist noch mangelhaft.
Uwe Kammann vom Grimme-Institut fragte in der Diskussionsrunde, ob nicht die passive Partizipation – mehr Information für alle – nicht auch wichtig sei?
Tobias Escher kommentierte via Twitter: Zittel's "Kommunizieren ist nicht Regieren" klingt nicht nur gut, sondern zeigt das Hauptproblem von eBeteiligung z.Z. auf.

Daniel Reichert stellte Liquid Democracy e.V. vor und fragte: Warum reichen die klassischen Methoden der direkten Demokratie nicht aus? Seine Antwort: Dort findet im Vorfeld kein breiter Diskussionsprozess statt. „Delegated Voting“ biete unterschiedliche Rollenmodelle der Partizipation. Das sei Realität, nicht irgendeine virtuelle Welt – beim Telefonieren glaube ja auch keiner, dass es sich um ein virtuelles Gespräch handele.
Der Satz fand nicht nur mehrfach ein Echo auf Twitter (durch Roland Schweins), auch Christoph Bieber nahm in der Diskussion den Diskurs auf Twitter auf: Ist das Internet wirklich so eine Parallellwelt? Ist es nicht Teil der Realität?

Die Zukunft: Datenjournalismus?
Zum Auftakt des 2. Teils stellte David Schraven, ursprünglich von den „Ruhr-Baronen“, das Upload-Portal bei „DerWesten“ vor. Das ist eigentlich eine Leak-Plattform. Darüber findet die Redaktion Themen und recherchiert dann dazu weiter. Umgekehrt veröffentlicht sie umfangreiche Dokumente und lässt die Leser selbst weiter recherchieren. Journalistische Beiträge erscheinen, die Behörden müssen reagieren… so wird die Redaktion dem demokratischen Auftrag gerecht. Allerdings, so Schraven, brauche man dazu Datenjournalisten, die Flash können und HTML5.

Das ging Christiane Eilders von der Heinrich-Heine-Universität nicht weit genug: Die Technik allein richtet’s nicht, Journalisten müssten auch hier Organisatoren, Kuratoren, und Wegweiser und Moderatoren sein, um ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nachzukommen.
Auf Twitter kommentiert Tim Bartel: "Mir missfällt ein wenig die Sicht auf "die Internetnutzer" als "Amateure" in Gegenüberstellung zu den "Profis" aus Presse/Science".

Wie verändert das den Journalismus?
Alfons Pieper vom Wir-in-Nrw-Blog beschrieb, wie die Lokaljournalisten in seinem Blog arbeiteten – ganz journalistisch, aber wirtschaftlich unabhängig.
Tim Bartel, auch bekannt als „Avatar“ vom Guttenplagwiki, fasste die Aussage von Kai Biermann (Zeit.de), auch bekannt als „bedenkentraeger“, zusammen (auf Twitter natürlich): „Der @bedenkentraeger möchte Gatekeepingfaktoren des Journalismus und Fähigkeiten der Netzuser übers Netz verwuselt zusammenbringen“. Kommentar von Kai Biermann steht noch aus.

Eins steht fest: Ohne klassische Medien gäbe es vieles online nicht. Szene aus dem 1. Podium: Ulrike Langer stellt Christoph Biber vor mit den Worten „Einige kennen ihn vielleicht aus dem Fernsehen“. Bieber sagt: „Das kuckt doch keiner mehr!“ Langer: „Dochdoch. Sonst könnte man’s ja nicht twittern!“

Twitterfeeds und Metakommunikation
Die Dokumentation des Fachtags „Mehr E-Demokratie wagen“ wiederum war Thema auf Twitter: Jürgen Ertelt twittert, „Es gibt ein Ton- und Beamer-Problem (und schwaches WLAN). Das muss so nicht sein - bitte der Technik in der Orga wichtige Prio geben.“ Einer, der nicht dabei ist, Jens Best, mischt sich ein: „Was nervt ist ‚kein stream’ - Wer hat das denn zu verantworten?“
Nun, vielleicht ist es ganz gut, dass nicht auch noch gestreamt wurde. Denn dann hätte die Metakommunikation endgültig gewonnen.

Mehr E-Demokratie wagen: Auf der Tagung selbst hat es jedenfalls geklappt. Es gab fast keine Parallellwelten. Per Twitter diskutierten die Anwesenden mit Nicht-Anwesenden. Die Podiumsgäste nahmen auf, was bei Twitter gefragt (und kritisiert) wurde. Das Wagnis „Mehr E-Demokratie“ hat funktioniert. Willy Brandt hätte es sicher gefallen.

Zum Blog mit Live-Berichterstattung beim Grimme-Institut


Das NRW-Forum liegt direkt am Rhein (Foto: Gabriele Hooffacker)

10.11.11

Netzwerken: Jetzt auch auf Google+

Bei Google+ hat die Journalistenakademie jetzt eine eigene Seite. Sie ergänzt das Netzwerk der Journalistenakademie auf Facebook und bei Xing, wo die Journalistenakademie eine eigene Gruppe mit regelmäßigem Newsletter für die Alumni und Alumnae betreibt. Wer lieber Kürzeres liest, kann Gabriele Hooffacker auf Twitter folgen. Überall gibt es News, Tipps und Jobangebote, letztere auch im Forum unseres Intranets. Ausgewählte Jobbörsen für die Medienbranche hat die Journalistenakademie hier zusammengestellt.

4.11.11

Neuer Tarifvertrag für Zeitschriften: 1,5 Prozent mehr

Eine Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent zum Januar 2012 und eine Einmalzahlung von 350 Euro, für Teilzeitbeschäftigte anteilig, für Volontäre 175 Euro: Das ist das Verhandlungsergebnis beim Tarifvertrag für die bundesweit rund 9.000 Beschäftigten in Zeitschriftenredaktionen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben es in zähen Verhandlungen mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) erzielt.

Dadurch konnten die Forderungen der Zeitschriftenverleger nach einem einschneidenden Tarifabbau bei Arbeitszeit, Jahresleistung und Altersversorgung abgewehrt werden. Der neue Gehaltstarifvertrag läuft bis zum 30. September 2013. Für den unveränderten Manteltarifvertrag und den Altersversorgungstarifvertrag wurde eine Mindestlaufzeit bis Ende 2013 vereinbart. Das Verhandlungsergebnis steht bis zum 30. November unter einem Erklärungsvorbehalt. (Quelle: verdi)

Sozialleistungen: Pfändungsschutz entfällt zum 1. Januar

Bisher waren Sozialleistungen auf dem Girokonto maximal für 14 Tage vor Pfändungen geschützt. Dieser Schutz fällt ab dem 1. Januar 2012 weg. Das betrifft insbesondere alle, die Grundsicherung für Arbeitsuchende (umgangssprachlich „Hartz IV“) oder Kinderzuschläge erhalten.

Die Bundesagentur für Arbeit rät, bestehende Konten schnellstmöglich in ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Dadurch wird ein Grundfreibetrag in Höhe von 1.028,89 Euro geschützt. Wenn auf ein Konto für mehrere Personen Leistungen aus der Grundsicherung überwiesen werden oder andere Transferleistungen eingehen, kann dieser Freibetrag auch etwas höher sein.

P-Konto beantragen
Wer sein Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln möchte, muss bei seiner Bank einen Antrag stellen. Geht der Pfändungsschutz über den persönlichen Freibetrag hinaus, ist ein Nachweis erforderlich. Dieser Nachweis kann über eine Bescheinigung erfolgen. Entsprechende Bescheinigungen darf beispielsweise die Arbeiterwohlfahrt ausstellen, aber auch der Arbeitgeber, Familienkassen, Jobcenter, Steuer- oder Schuldnerberater.

Soweit es sich um Leistungen aus der Grundsicherung handelt, kann diese Bescheinigung beim zuständigen Jobcenter eingeholt werden. Werden Sozialleistungen nur einmalig erbracht, genügt zum Nachweis in der Regel der Bewilligungsbescheid. Für Bezieher von Kindergeld und Kinderzuschlag ist in der Regel der Bescheid der Familienkasse als Nachweis ausreichend.

Banken haben Einnahmequelle entdeckt
"Nach dem Gesetz hat jeder Kontoinhaber einen Anspruch darauf, dass die Bank sein Girokonto in ein P-Konto umwandelt, wenn es von Pfändung bedroht ist", sagt Andrea Metzing von der Awo in Peine. Zu einer Neueinrichtung eines Kontos sei die Bank nicht verpflichtet. Die Banken müssten aber ihre Kunden bis zum 30.November über die Gesetzesänderung informieren. Werde das Girokonto voraussichtlich erst nach dem Jahreswechsel gepfändet, könne es auch dann noch innerhalb von vier Wochen in ein P-Konto umgewandelt werden.

Die Banken haben die neuen P-Konten als Einnahmequelle entdeckt, urteilt die Awo. Sie bieten sie als teure Kontenmodelle an, obwohl nach dem Gesetz für das Führen und Bereithalten von P-Konten keine gesonderten Gebühren verlangt werden dürften. Teilweise lägen die monatlichen Kontoführungsgebühren bei 13 Euro.

Die Arbeitsagentur warnt: Wird das Konto nicht rechtzeitig in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt, besteht die Gefahr, dass zum Jahresanfang nicht über eingegangene Geldleistungen verfügt werden kann, wie zum Beispiel das Arbeitslosengeld II.

Quellen: Arbeitsagentur, 4.11.2011 und Peiner Nachrichten, 27. Oktober 2011

3.11.11

Mehr E-Demokratie wagen, 16.11.

Live-Blogging beim Grimme-Institut, Twitter-Wall

Mehr E-Demokratie wagen ist der Titel einer journalistischen Fachkonferenz, zu der das Grimme-Institut am 16. November 2011 ins NRW-Forum in Düsseldorf einlädt. Gelingt es der Politik, mit Hilfe neuer Kommunikationsangebote im Internet größere Transparenz herzustellen und mehr Mitbestimmung zu ermöglichen? Oder bedarf es neuer politischer Denk- und Handlungsmodelle, um die Online-Kommunikation auch für politische Beteiligung öffnen und neue Adressaten erreichen zu können? Mitwirkende in diesem Schwerpunkt sind unter anderem Christoph Bieber (Universität Duisburg, politik-digital), Adrienne Fichter (politnetz.ch), Ingmar Hagemann (Campact), Bettina Hammer (Netzaktivistin), Daniel Reichert (Adhocracy), Tabea Rößner (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Zittel (Universität Frankfurt).

In einem zweiten Schwerpunkt wird sich die Fachkonferenz mit der Rolle von Journalisten für die demokratische Öffentlichkeit im Netz befassen: Wird journalistische Professionalität angesichts neuer, sich selbst organisierender Öffentlichkeiten überhaupt noch benötigt? Verstehen sich Journalisten als mögliche Vermittler zwischen Politik und Bürgern? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang autonome Publikationsplattformen? Mit dabei sind unter anderem Kai Biermann (Zeit.de), Christiane Eilders (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Alfons Pieper ("Wir in NRW"), Max Ruppert (TU Dortmund) und David Schraven (WAZ Rechercheteam).

Gabriele Hooffacker (Journalistenakademie München) wird ein zusammenfassendes Abschluss-Statement halten.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung per E-Mail an online-award@grimme-institut.de,
zum Programm des Fachtags.

2.11.11

Unternehmenskommunikation: So funktioniert Storytelling

Storytelling wird in der Unternehmenskommunikation immer wichtiger. Zugleich hat sich die Art des Storytellings mit den digitalen Medien verändert: Der Weg von der mündlichen Weitergabe bis zum Erzählen der Geschichten mit Bildern, Tönen oder Videos wird als „Digital Storytelling" bezeichnet. Wie sich das Storytelling mit dem Web 2.0 verändert hat, beschreiben Janet Torres und Marlene Nagel im finden Sie im Blog Story to go (via com+). Zum Schluss gibt es einen Link zu online verfügbaren Storytelling-Tools.

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1.11.11

Neu: Handbuch "Pressearbeit praktisch"

Pressearbeit praktisch, das neue Buch von Gabriele Hooffacker und Peter Lokk, verbindet das aktuelle Wissen über Online-, Social-Media- und crossmediale Pressearbeit mit unseren Erfahrungen und unserem Wissen aus 30 Jahren Media Relations und Lehre des Fachs. Es ist soeben in der Reihe "Journalistische Praxis" beim Econ Verlag erschienen und kostet 23 Euro.

Zur Pressemitteilung
Inhaltsverzeichnis und Leseproben
Den Webauftritt zum Buch haben Studierende der Journalistenakademie gestaltet.

31.10.11

Wie ein Comic-Cast entsteht

Was ist ein Comic-Cast? Wie setzt man ihn ein? Wie stellt man so etwas her?

Oft sind Videos oder Slideshows zu aufwändig. Zu einem guten Audio-Podcast muss aber oft Bewegtbild her. Warum nicht als animierter Comic?

Der Journalist und Journalismus-Trainer Peter Welchering hat einen Comic-Cast zusammengestellt, in dem erklärt wird, wie man's macht und was man dazu braucht.
Zum Workshop Comic-Cast mit Peter Welchering
Zum Textbeitrag von Peter Welchering in "Digital"

25.10.11

"Mehr Medienvielfalt in Bayern"


Zur öffentlichen Podiumsdiskussion luden die Linke Medienakademie, die Journalistenakademie und der Kurt-Eisner-Verein am Samstag, 29. Oktober um 19 Uhr ins Maxim-Kino, Landshuter Allee 33, ein. "Gegenöffentlichkeit in Bayern" war die Abschlussveranstaltung zur ersten Linken Medienakademie in München. Auf dem Podium: der Künstler Wolfram Kastner, die Journalistin Andrea Naica-Loebell, der Künstler, Publizist und Historiker Günther Gerstenberg (Protest-in-Muenchen.de) sowie der Radiojournalist und Webentwickler Michael Liebler von Radio Z. Im Publikum: Menschen, die bei Radio LoRa München, bei Wikipedia, den Haidhauser Nachrichten, beim Bayerischen Rundfunk und weiteren Medien mitarbeiten. Moderiert wurde die Diskussion von Gabriele Hooffacker.

Der Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner zeigte einen Kurzfilm über seine Aktion "Hitler und Papst auf dem Spaziergang durch München" von 2006, mit dem er an das Konkordat von 1933 erinnert. Eine ähnliche Aktion (Video) hat Kastner im September 2011 zum Papstbesuch in Berlin durchgeführt. Günther Gerstenberg erinnerte an Jan van de Loo, der 1980 wegen seines Versuchs, einen Radiosender zu betreiben, ein halbes Jahr in Untersuchungshaft saß. Auf die Möglichkeiten der Online-Vernetzung wies Andrea Naica-Loebell hin. Michael Liebler stellte das Projekt Medienvielfalt in Bayern vor, mit dem Community-Medien gefördert werden sollen. In seinem Schlusswort wünschte sich Wolfram Kastner mehr Humor, Witz und Provokation für die Gegenöffentlichkeit und ihre Medien.

Fotos von LiMA und Podiumsdiskussion

22.10.11

„Freiheit heißt Verantwortung für sich selbst zu übernehmen“



von Silke-Katinka Feltes

Die Coaching Initiative Bildung & Zukunft präsentierte ihr Konzept, ihre Aktivitäten und ihre Vision von einer zukunftsfähigen Schule. Eine Pressekonferenz zum Thema organisierten Studierende der Stiftung Journalistenakademie am Donnerstag, den 20. Oktober 2011, im PresseClub München.

Auswahlstress schon in der Grundschule, Verkürzung der Gymnasialzeit von 13 auf 12 Jahre, Brennpunktschulen, schlechte PISA-Studienergebnisse: Die Schulen stehen unter einem steigenden Veränderungsdruck. Schulleiter sollen immer mehr Führungsverantwortung übernehmen. Teamarbeit im Lehrerkollegium ist gefragt. Lehrer sollen sich und ihren Unterricht bewerten lassen. Eltern fordern Transparenz und wollen sich einbringen.

Oft werden die Beteiligten mit den neuen Herausforderungen alleingelassen. Unterstützung für Schulen und Schulleiter bietet die Coaching Initiative Bildung und Zukunft. 22 professionelle Coaches haben sich zusammengeschlossen, um ehrenamtlich Schulleiter und Lehrer im Führungs- undTeamprozess zu begleiten. Da die Kultur einer Schule ganz wesentlich von der Leitung geprägt wird, stehen zunächst die Schulleiter im Fokus der Coaching Initiative. Das Projekt läuft in Bayern seit dem Schuljahr 2008/2009 – mit Erfolg.
Coaching, so Franz Neumeyer, der erste Vorsitzende des Vereins, ist eine wirksame Methode zur Begleitung und Beschleunigung von sozialen Veränderungsprozessen. Coaching heißt, zwei Experten treffen sich: Der Klient ist Experte für die Situation, der Coach ist Experte für den Prozess. In der Zusammenarbeit findet der Klient seine eigene Lösung
Etwa 25 Journalisten und Gäste waren anwesend an diesem kalten, aber sonnigen Vormittag, hoch über dem Münchner Marienplatz. DieStudenten der beiden Kurse Onlinejournalismus 39 und Pressearbeit Online 32 haben die Pressekonferenz vorbereitet und durchgeführt, Sandra Jänicke moderierte. Auf dem Podium saßen drei Mitglieder der privaten CoachingInitiative, die Coaches Franz Neumeyer, Petra Gregory und Karin Lohner. Und dann saß da noch „die andere Seite“, der Schulleiter Stefan Inderst. Er erzählte von den komplexen Anforderungen im Alltag einer Führungskraft imSchulbereich. Und davon, wie das Coaching ihm und seinem Kollegium geholfen hat, wieder gerne mit Kindern zusammenzuarbeiten und eben nicht innerlich zu emigrieren oder dem Burn-out zu erliegen. Franz Neumeyer, der erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, beschrieb ein schönes Bild: „Der Coach ist wie ein Gärtner. Er schafft Bedingungen für ein gutes Wachstum, er lockert den Boden, er düngt und pflegt. Wachsen tut die Pflanze alleine.“

Das war die Linke Medienakademie, 29. Oktober


Hier gibt es Foto-Impressionen von der LiMA Muc
Mehr Medienvielfalt in Bayern: Bericht zur Podiumsdiskussion

Links, kreativ, anders: Am Samstag, 29. Oktober, fand die 1. Linke Medienakademie (LiMA) regional in München statt. Mehr als 80 Menschen nahmen an den Workshops und Vorträgen rund um das Medienmachen, aber auch zu Themen wie "Rhetorik" oder "Freie Software: Gimp und Scribus" teil. Mit dieser ersten LiMAregional verknüpften die Veranstalter Journalistenakademie, Kurt-Eisner-Verein und Linke Medienakademie e. V Weiterbildung mit Debatten und Netzwerk. Praxisnahe Workshops und Fachvorträge brachten an diesem Tag alternative Medienmacherinnen und Medienmacher zusammen.

Die LiMa startete um 9.30 Uhr in der Münchner Journalistenakademie, Arnulfstr. 111-113, mit der Begrüßung durch den Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg. Workshops mit Peter Lokk (Pressearbeit für Non-Profit-Organisationen), Bernd Mann (Tipps für Freiberufler), David Röthler (Texten für Online) und vielen weiteren schlossen sich an.

Gegen 17.00 Uhr endete das Workshop-Programm der 1. LiMa, bevor es um 19 Uhr im Maxim-Kino, Landshuter Allee 33, weiterging mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema "Gegenöffentlichkeit in Bayern" mit Wolfram Kastner, Michael Liebler, Andrea Naica-Loebell und Günter Gerstenberg, moderiert von Gabriele Hooffacker.

Kontakt:
RLS-Regionalbüro Bayern
Julia Killet
Telefon: (089) 51996353
Email: killet@rosalux.de

Das Mittagessen, indisches Buffet "All you can eat", gab's im nahegelegenen indischen Restaurant "Bollywood".
Zum Nachlesen: Das Programm
Twitter-Hashtag: #limamuc

21.10.11

Das waren die Medientage 2011


Es hätte sein können wie immer auf den 25. Medientagen München. Und dann war doch fast alles ganz anders: Der neue Moderator der „Elefantenrunde“, Wirtschaftswoche-Chefredakteur Roland Tichy, agierte nicht als Stichwortgeber, sondern hakte nach. Die klassische Aufteilung der „Mediengipfel“ in Print, Hörfunk, Fernsehen, Online wurde zugunsten einer Neustrukturierung in „Infrastrukturgipfel“, „Online-Gipfel“, „Publishing-Gipfel“ und „Content-Gipfel“ aufgegeben. Dass dabei der Journalismus unter die Räder kam, fiel lediglich der Münchner Journalismus-Ausbilderin Sabine Resch von der Akademie für Mode und Design auf.

Ganz persönlicher Bericht von Gabriele Hooffacker.

Online-Journalismus, Online-PR: Lehrgänge gestartet


Online-Medien texten und gestalten, mit Online- ebenso wie mit klassischen Medien Unternehmens- oder Verbandsziele an Medien und Öffentlichkeit kommunizieren zu können, sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn in der Online-Redaktion. Im Lehrgang Online-Journalismus an der Journalistenakademie (6 Monate Vollzeit) vermitteln die Dozenten nicht nur Praxiswissen, sondern auch Erfahrung in der praktischen Projektarbeit. Soeben, am 24. Oktober, hat der Lehrgang begonnen. Er ist zertifiziert und kann per Bildungsgutschein gefördert werden. Mehr zum Lehrgang

Die Unternehmenskommunikation hat der Schwester-Lehrgang "Pressearbeit online" im Focus. Ein Schwerpunkt ist die Non-Profit-PR, ein weiterer das Corporate Publishing. Der Lehrgang hat ebenfalls am 24.10. begonnen, dauert sechs Monate und kann per Bildungsgutschein gefördert werden. Mehr zum Lehrgang hier

Wer speziell das Online-Handwerk erlernen möchte - Schreiben für Online-Medien, Blogs, Twitter, Social Media - kann das dreimonatige Modul "Online-Publishing" besuchen. Auch dieses Modul kann per Bildungsgutschein gefördert werden. Interessiert? Dann wenden Sie sich bitte entweder telefonisch unter 089.1675106 an die Journalistenakademie, um einen Beratungstermin zu vereinbaren, oder nehmen Sie per Mail Kontakt auf.

16.10.11

Arbeitslosenförderung muss nachgebessert werden

Ursula von der Leyen hat mit ihren geplanten Kürzungen bei der Arbeitslosenförderung ("Arbeitsmarktreform") eine Schlappe erlitten. Im Bundesrat stoppte am Freitag, 14.10.2011, eine Mehrheit die geplante Gesetzesänderung und verwies sie an den Vermittlungsausschuss.

Kritikpunkte waren insbesondere die geplanten Einsparungen beim Gründungszuschuss sowie beim Eingliederungszuschuss für ältere Arbeitnehmer. Mit der sogenannten "Arbeitsmarktreform" will von der Leyen bis 2015 rund 7,4 Milliarden Euro einsparen. In Zukunft soll es nur noch 31 statt wie bisher 42 arbeitsmarktpolitische Instrumente geben.

Mit ihrem Protest können die Länder das geplante Gesetz zwar aufhalten, aber nicht verhindern: Eine Zustimmung des Bundesrats ist nicht notwendig.

Bericht bei tagesschau.de

Siehe auch Gründungszuschuss soll gekürzt werden

10.10.11

50. Mediengespräch: Bayern im Wandel


Zu "Bayern im Wandel" luden die Münchner Journalistenakademie und Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung am Mittwoch, 12. Oktober 2011 ein. Mit der Kandidatur von Christian Ude zum Ministerpräsidenten 2013 spürt die Opposition Aufwind. Verändert sich Bayern?

Zum Bericht von Sandra Jänicke mit Fotos von Sven Mainka über das 50. Münchner Mediengespräch

9.10.11

Web TV legt zu / Journalistenakademie auf den Medientagen


Die Anzahl der Web-TV-Angebote in Deutschland hat sich gegenüber 2010 von 1.275 um 11 Prozent auf über 1.400 Angebote im Jahr 2011 erhöht. Mobile Abrufe machten 2010 nur 3 Prozent der Abrufe der an der Erhebung teilnehmenden Web-TV-Anbieter aus. Bis 2013 erwarten diese Anbieter 25 Prozent ihrer Abrufe über mobile Endgeräte.

In Zukunft werden nach Einschätzung der Anbieter verstärkt auch Social Media die Abrufe von Videoinhalten fördern: Wurden 2010 noch rund 5 Prozent der Abrufe über Social Media generiert, werden bis 2013 über 13 Prozent erwartet. Alle Ergebnisse des Web-TV-Monitors 2011 erfahren Sie am 19. Oktober in der Veranstaltung "Lost im WWW? Web TV zwischen vollwertigem Content, Unauffindbarkeit und fehlenden Geschäftsmodellen" auf den Medientagen München.

Auf dem Areal des MedienCampus Bayern in Halle B0 finden Sie vom 19.-21. Oktober die Journalistenakademie auf den Medientagen. Sie hat den dreimonatigen Lehrgang Videojournalismus sowie den berufsbegleitenden Lehrgang Audio-und Videoproduktion im Programm. Zum Kernprogramm zählen Kurse in Online-Journalismus und Online-PR. Das gesamte Veranstaltungsprogramm des Mediencampus ist kostenfrei zugänglich.

Journalistisch schreiben, 21.-23. November

Informieren, Service bieten, kommentieren: Darstellungsformen des klassischen Journalismus sind Thema dieses Workshops. Cornelia Stadler zeigt Techniken des kreativen Schreibens und die Grundlagen der Recherche. Im Workshop werden mehrere Textsorten erprobt und besprochen. Das dreitägige Seminar findet jeweils von 10 bis 17 Uhr am 21. bis 23. November in München in der Journalistenakademie statt und kostet 399 Euro, für verdi-Mitglieder die Hälfte. DPRG-Mitglieder erhalten zehn Prozent Rabatt. Mehr dazu und Anmeldemöglichkeit

27.9.11

Dossier "Brüche" von OJ39/PO32




Fotos: Heinrich Bruns

Brüche haben sich die Studierenden des aktuellen Kurses an der Journalistenakademie als Thema gewählt. Kurt Tykwers Filmforum in Landsberg bricht mit den Vorstellungen, die man sich von einem Kino macht, und entführt in eine magische Realität. Eine Trennung ist ein Bruch im Leben einer Familie. Andere Brüche im Leben können durch eine Krankheit oder durch Tod ausgelöst werden - davon erzählen zwei Beiträge. "Warum tun Sie sich diese schweren Themen an?" fragte Sandra Jänicke die Radio-Journalistin Antonia Arnold (Bayern 2). Ein Interview mit dem palästinensische Minister für Religiöse Angelegenheiten Sheikh Mahmoud Al Habash fragt: Ist Frieden zwischen Israel und Palästina möglich?

Zum Dossier "Brüche"

Mit dem Fotokurs aufs Oktoberfest

Aufs Oktoberfest und dabei etwas lernen: Unter Anleitung von Noah Cohen gelang das sechs Teilnehmerinnen am Kurs "Digitale Fotografie" an der Journalistenakademie. Am "italienischen Wochenende", dem von italienischen Touristen bevorzugten Termin, waren sie mit der Digitalkamera unterwegs. Eine Auswahl samt Namen der jeweiligen Fotografin gibt es hier zu sehen:



Silvia ShaboSilvia ShaboMichaela Jung



Maria MarogeGabriele EggertBeate Leufen-Bohlsen



Beate Leufen-BohlsenAnnette AuerAnnette Auer

Verbraucherthemen in die Medien bringen

Die Verbraucherzentrale Bayern e. V. war am 27. September zu Gast bei der Journalistenakademie. Gemeinsam mit Peter Lokk arbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Texten für die Pressearbeit (Media Relations) der Verbraucherzentrale. Ziel: Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Bayern möglichst gut, nachvollziehbar und verständlich über ihre Rechte zu informieren. Der Dozent war begeistert: "Ein tolles Team!"

23.9.11

Gründungszuschuss gekürzt, bei Arbeitsmarktpolitik gespart

Der Gründungszuschuss wird stark gekürzt, die Förderinstrumente für die Arbeitsmarktpolitik werden umgebaut. Das hat der Bundestag am 23. September 2011 beschlossen. Die Streichung von weit über eine Milliarde Euro jährlich allein bei dieser Maßnahme der Arbeitsförderung ist nun gesetzlich umgesetzt und wird zum 1. November in Kraft treten.

Insgesamt sollen Bundesagentur für Arbeit und der Bund bis 2014 gemäß dem Sparpaket der Bundesregierung in der Arbeitsförderung 16 Milliarden Euro einsparen. Vorrangiges Ziel sei dabei die Qualifikation von Fachkräften.

Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen hatte der Ausschuss für Arbeit und Soziales bereits am 21.9.11 der Reform der Förderinstrumente für Arbeitslose zugestimmt. Das Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (17/6277) wurde in geänderter Form angenommen, nachdem CDU/CSU und FDP zuvor noch einen Änderungsantrag vorgelegt hatten. Abgelehnt wurden dagegen Anträge der SPD (17/6454), von Bündnis 90/Die Grünen (17/6319) und der Fraktion Die Linke (17/5526).

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., hat die geplante Reform der Arbeitsmarktinstrumente im Grundsatz begrüßt. Kritik kam vom Landkreistag Nordrhein-Westfalen. Er fordert, die Belange von Langzeitarbeitslosen bei der Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente besser zu berücksichtigen. Angesichts der massiven Kürzung der Mittel für Arbeitslose und der anstehenden gesetzlichen Änderung der Förderinstrumente blieben gerade die Menschen, die schon lange auf Hilfeleistungen des Staates angewiesen sind und besonders viel Unterstützung brauchen, auf der Strecke. Die Jobcenter kürzten besonders bei den sogenannten Ein-Euro-Jobs.

Wer noch Anspruch auf den Gründungszuschuss hat und aktuell gründen will, sollte, rät Verdi, den Antrag jetzt möglichst schnell stellen.

Zur Pressemitteilung beim Deutschen Bundestag
Zur Kritik aus NRW
Infos und Tipps zur Neuregelung im Einzelnen bei mediafon (Verdi)

Führungsstil in der Medienbranche: „Macht kommt von machen“



von  Silke Feltes und Sandra Jänicke

DerJournalistinnenbund lud am Mittwoch, den 21. September, zu dem Vortrag „Führung, Macht, Medien“ in den Presseclub München ein. Die Kölner Journalistin, Autorin und Supervisorin Kirsten Anette Vogel sprach und diskutierte über die Kunst, Journalisten zu führen und diese Führung anzunehmen.

Wie gebe ich als Führungskraft im Medienbereich meinen Mitarbeitern den nötigen Freiraum, sich zu entfalten? Was bedeutet Macht in diesem Zusammenhang? Wie gehen Chefredakteure verantwortungsvoll und wertschätzend mit ihrer Position um? Erfahren Vorgesetzte genug Aufmerksamkeit und Bestätigung für ihre Leistung? Diese und viele andere Fragen diskutierte Kirsten Annette Vogel engagiert mit ihrem Publikum auf der Veranstaltung des Journalistinnenbundes im Presseclub München.

Führung, so die Supervisorin, ist immer unsichtbar. Gute Führung meint, jederzeit theoriegeleitet und absichtsvoll zu handeln, und zwar vor dem Hintergrund der Achtsamkeit und des Respekts. Optimale Führung bedeutet für den Geführten immer die Erfahrung der eigenen Wirksamkeit. Denn erst das Erleben der Wertschätzung und der eigenen Entfaltungsmöglichkeiten führt auf Seiten der Mitarbeiter zur kreativen Produktivität. Ein wichtiges Gut in der Medienbranche.

Ihre theoretischen Aussagen und praktischen Erfahrungswerte machte Kirsten Annette Vogel während des gesamten Vortrags eindrucksvoll in der Interaktion mit dem Publikum erlebbar. So waren auch die anwesenden Studentinnen der Journalistenakademie schnell überzeugt: Gute Führung kann zur persönlichen Entfaltung beitragen. Und Macht kommt eigentlich von machen.

Die Journalistin, Autorin und Supervisorin Kirsten Annette Vogel berät und begleitet öffentlich-rechtliche sowie private Sender, Verlage und Akademien bei der journalistischen Aus- und Weiterbildung. Der Titel ihres dem Vortrag zugrunde liegenden Buches lautet „Führung. Macht. Medien. Die Kunst, Journalisten zu führen und diese Führung anzunehmen“, Edition Oberauer, 2010.




21.9.11

Suchmaschinen optimieren für Einsteiger (PDF)

Mittelstand Wissen heißt ein Online-Magazin, das die Marktplatz Mittelstand GmbH & Co. KG aus Nürnberg herausgibt. Die aktuelle Ausgabe von "Mittelstand Wissen" widmet sich schwerpunktmäßig der Suchmaschinen-Optimierung. Themen sind
  • Der Google-Sprint: Mit SEO machen Sie Ihre Website zum Sieger im Netz
  • 4 Tipps zum Social Media Marketing
  • Pflichtprogramm für kleine Unternehmen: Lokale Suchmaschinenoptimierung
  • Das Panda-Update: Qualität der Website beeinflusst das Ranking bei Google
Das ganze Online-Magazin als PDF (kostenlos)

20.9.11

Lehrgang Online-Journalismus: 90 Prozent im Job

Die Erfolgsbeobachtung für den Lehrgang Online-Journalismus OJ-35, sechs Monate nach Lehrgangsende, ergab: 90 Prozent der Teilnehmenden haben einen Arbeitsplatz. Beim vorherigen Lehrgang OJ-34 waren es sogar 93 Prozent. 89 Prozent davon wiederum arbeiten in Festanstellung.

Die Alumni und Alumnae sind in den Bereichen Content-Erstellung, Online-Redaktion, Journalismus, TV, Unternehmensberatung, PR sowie Hochschule/Universität tätig.
Der nächste Lehrgang Online-Journalismus startet am 24. Oktober 2011.
Zur statistischen Auswertung
Zum Lehrgang Online-Journalismus

17.9.11

Projektarbeit: Studierende filmen Hausbrauerei



Eine Hausbrauerei in der Richelstraße mitten in München-Neuhausen ist Thema der Projektarbeit der aktuellen Lehrgänge Videojournalismus und Online-Journalismus. Am Freitag begannen die Vorort-Recherche und erste Aufnahmen. Natürlich musste das Bier vom Richelbräu auch probiert werden. Ergebnis: eine echte Alternative zum Oktoberfest!