23.9.11

Führungsstil in der Medienbranche: „Macht kommt von machen“



von  Silke Feltes und Sandra Jänicke

DerJournalistinnenbund lud am Mittwoch, den 21. September, zu dem Vortrag „Führung, Macht, Medien“ in den Presseclub München ein. Die Kölner Journalistin, Autorin und Supervisorin Kirsten Anette Vogel sprach und diskutierte über die Kunst, Journalisten zu führen und diese Führung anzunehmen.

Wie gebe ich als Führungskraft im Medienbereich meinen Mitarbeitern den nötigen Freiraum, sich zu entfalten? Was bedeutet Macht in diesem Zusammenhang? Wie gehen Chefredakteure verantwortungsvoll und wertschätzend mit ihrer Position um? Erfahren Vorgesetzte genug Aufmerksamkeit und Bestätigung für ihre Leistung? Diese und viele andere Fragen diskutierte Kirsten Annette Vogel engagiert mit ihrem Publikum auf der Veranstaltung des Journalistinnenbundes im Presseclub München.

Führung, so die Supervisorin, ist immer unsichtbar. Gute Führung meint, jederzeit theoriegeleitet und absichtsvoll zu handeln, und zwar vor dem Hintergrund der Achtsamkeit und des Respekts. Optimale Führung bedeutet für den Geführten immer die Erfahrung der eigenen Wirksamkeit. Denn erst das Erleben der Wertschätzung und der eigenen Entfaltungsmöglichkeiten führt auf Seiten der Mitarbeiter zur kreativen Produktivität. Ein wichtiges Gut in der Medienbranche.

Ihre theoretischen Aussagen und praktischen Erfahrungswerte machte Kirsten Annette Vogel während des gesamten Vortrags eindrucksvoll in der Interaktion mit dem Publikum erlebbar. So waren auch die anwesenden Studentinnen der Journalistenakademie schnell überzeugt: Gute Führung kann zur persönlichen Entfaltung beitragen. Und Macht kommt eigentlich von machen.

Die Journalistin, Autorin und Supervisorin Kirsten Annette Vogel berät und begleitet öffentlich-rechtliche sowie private Sender, Verlage und Akademien bei der journalistischen Aus- und Weiterbildung. Der Titel ihres dem Vortrag zugrunde liegenden Buches lautet „Führung. Macht. Medien. Die Kunst, Journalisten zu führen und diese Führung anzunehmen“, Edition Oberauer, 2010.




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