28.5.11

Online-Journalisten sehen größere Nachfrage


Wie schätzen Online-Journalisten ihre Branche ein? Eine Umfragen des PR-Netzwerkes Oriella 2011 unter 478 Journalisten aus 15 Ländern ergab: optimistisch. "In den Vorjahren glaubte noch jeder zweite Online-Journalist, dass sein Medium demnächst eingestellt wird. Endlich hellt sich die Stimmung nun wieder etwas auf", schreibt Stephan Fink vom Oriella-Partner Fink & Fuchs PR.
Sechzig Prozent der befragten Online-Journalisten glauben, dass das Publikum mehr wird: Sie rechnen mit zehn Prozent oder mehr Nutzern. Beim Kontakt mit den Usern spielen Social-Media-Angebote eine wesentliche Rolle. Deshalb haben immer mehr Redaktionen solche Angebote auch selbst im Programm: 55 Prozent der Medien lassen ihre Redaktionen twittern, 54 Prozent bloggen, 48 Prozent bieten Videos.
Mit der mobilen Nutzung hapert es jedoch noch: Nur 22 Prozent der Redaktionen bieten Mobile Apps für ihr Medium an.

Die komplette Studie (englisch) gibt es auf orielladigitaljournalism.com.

27.5.11

Alternativer Medienpreis: Für Journalisten, die mehr wollen

Um den Alternativen Medienpreis geht es in der aktuellen Ausgabe von Markos Medienpodcast. Marko Schlichting hat dafür Interviews mit Gabriele Hooffacker und mit zwei Preisträgern geführt. Zu Wort kommen Benedikt Strunz, der den Preis für einen Beitrag zum Thema Tschernobyl für Radio Dreyeckland gewonnen hat, und Oliver Fleiner, dessen Webseite Behindert-Barrierefrei ebenfalls ausgezeichnet wurde. Zum Podcast

26.5.11

Arbeitsministerium spart, Jobs gefährdet

Am 25. Mai 2011 hat das Kabinett den Sparplänen von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei den Förderinstrumenten für den Arbeitsmarkt zugestimmt. Damit wird die Zahl der unterschiedlichen möglichen Fördermaßnahmen reduziert, meldet die Tagesschau. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ("Ein-Euro-Jobs") und der Existenzgründungszuschuss werden stark eingeschränkt. Drastisch gespart wird an der Weiterbildung (siehe auch unseren Blogbeitrag vom Januar 2011 zur Arbeitslosenstatistik). Die Regierung will damit eine effizientere Eingliederung der Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt erreichen.

Reform...
Die Kürzungen sind Teil des sogenannten Sparpakets von 2010, das diese Kürzungen bereits vorsah. Das Arbeitsministerium streicht allein 2011 im Haushalt der Bundesagentur für Arbeit (BA) 2,5 Milliarden Euro. Das ist der zweitgrößte Posten im Rahmen des Sparpakets überhaupt. 2012 soll die BA 2,5 Milliarden und in den beiden Folgejahren jeweils 3,0 Milliarden Euro einsparen. 200 Millionen Euro werden gespart durch die Abschaffung des Überbrückungszuschlages beim Übergang vom Arbeitslosengeld I in das Hartz-IV-System. Zudem werden bei den Arbeitsmarktprogrammen und Personalkosten für Hartz IV im nächsten Jahr 500 Millionen Euro gekürzt. 2012 soll der Sparbeitrag bei 1,5 Milliarden und in den Folgejahren jeweils bei zwei Milliarden Euro liegen.
Der Sparbeitrag des Arbeitsministeriums summiert sich 2011 auf 4,3 Milliarden Euro von insgesamt 11,2 Milliarden Euro. Im Jahr 2014 beträgt der Sparanteil 10,2 Milliarden von dann insgesamt 26,6 Milliarden Euro.

...oder Sparmaßnahme?
Gewerkschaften und Sozialverbände haben die Reformpläne heftig kritisiert. Der DGB sprach von einer faktischen Kürzung. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sprach von einer "kopflosen Kürzungsarie". Die Reform verfehle das eigentliche Ziel, die Jobchancen von Arbeitslosen zu verbessern. Die Arbeiterwohlfahrt beklagte Nachteile insbesondere für Langzeitarbeitslose. Frank-Jürgen Weise von der Bundesarbeitsagentur begrüßte die Pläne grundsätzlich, warnte aber auch vor "Rotstiftaktionen zu Lasten der Erwerbslosen". Bei der Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente geht es unter anderem um die Eindämmung des Gründungszuschusses für arbeitslose Existenzgründer. Das Instrument wirke zwar gut, sei ordnungspolitisch aber zweifelhaft. "Es völlig zu streichen, hielte ich im Interesse der Betroffenen aber für unverantwortlich", fügte der BA-Chef hinzu.
Auch die SPD warnte von der Leyen vor rigorosen Streichungen bei den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten. Durch die Pläne würden die arbeitsmarktpolitischen Erfolge gefährdet, erklärten die SPD-Arbeitsmarktexperten Anette Kramme und Katja Mast.

Auch die Arbeitsagenturen müssen bis zum Jahr 2015 rund 10.000 Stellen streichen.

Entlassungen in der Weiterbildung
In der Weiterbildung sind inzwischen Tausende von Jobs bedroht Von 40.000 Beschäftigten sprach NRW-Sozialminister Guntram Schneider (SPD). Der TÜV Nord, der zahlreiche Weiterbildungszentren unterhält, wird rund ein Drittel seiner Beschäftigten entlassen (Süddeutsche Zeitung, 25.5.2011, siehe obenstehenden Ausschnitt). Denn die Förderung der beruflichen Weiterbildung ging 2010 stark zurück: Gegenüber dem Vormonat sanken im Dezember 2010 die Neueintritte in berufliche Qualifizierungsmaßnahmen um 12,6 Prozent. Besonders eklatant war der Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen (Rechtskreis SGB II): Hier begannen fast 40 Prozent weniger Personen eine Fortbildung als im November 2010. Insgesamt wurden 2010 25 Prozent weniger Personen durch eine berufliche Weiterbildung gefördert als 2009. Im Januar 2011 waren es demgegenüber nochmals 40 Prozent weniger.

Zum Beitrag auf tagesschau.de
Weiterführende Dokumente (IAB, Bundestag etc.)
Stellungnahme der BDA zur Reform

17.5.11

Frühlingsfest, Tees und mehr: Podcasts aus der Journalistenakademie


Das Münchner Frühlingsfest, ein Neuhausener Tee-Laden, eine Eisdiele und ein wenig bekanntes Märchen der Gebrüder Grimm gibt es jetzt als Podcast. 16 Studierende der Journalistenakademie haben die Podcasts mit ihrem Dozenten Chris Bellaj produziert. Hier kann man die Podcasts anhören

16.5.11

Arbeitsagentur: Welche Instrumente weiter gefördert werden

Die Bundesregierung will 2012 die arbeitsmarktpolitischen Instrumente neu ordnen. Nachgedacht wird beispielsweise darüber, den sogenannten Gründungszuschuss zu streichen, der bisher den Schritt in die Selbstständigkeit finanziell unterstützt. Soeben hat das Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) eine Studie vorgelegt, in der die unterschiedlichen Instrumente evaluiert werden. Ein Ergebnis: Berufliche Weiterbildung wirkt, wenn auch oft zeitverzögert. Wenig wirksam hingegen sind die Vermittlung durch private Dritte, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Beschäftigungszuschüsse. Sehr erfolgreich sind Instrumente wie die Gründungsförderung, der Eingliederungszuschuss sowie betriebliche Trainingsmaßnahmen. Experten wundern sich, dass gerade die erfolgreichen Instrumente gestrichen bzw. gekürzt werden sollen

Zur Studie des IAB

8.5.11

Alternativer Medienpreis 2011: Am Freitag wird er verliehen

Im Nürnberger Bildungszentrum wird am Freitag, 13.5. abends der Alternative Medienpreis 2011 verliehen. Welche Beiträgein den Sparten Print, Online, Audio und Video ausgezeichnet wurden, finden Sie hier. Mehr zum Preis auf www.alternativer-medienpreis.de.

Die prämierten Beiträge und die Preisträger werden bei der Verleihung vorgestellt. Die Preisverleihung am 13. Mai um 20 Uhr ist öffentlich, der Eintritt frei. Für den musikalischen Rahmen sorgt Jazzer Horst Faigle an der Marimba. Gäste sind herzlich eingeladen.

2.5.11

Condrobs hilft beim Ausstieg aus der Sucht









In das EasyContactHouse kommen Jugendliche
"direkt von der Straße und wollen erst einmal gar nichts mehr". Condrobs-Mitarbeiter Oliver Bengl unterstützt die Jugendlichen dabei, eigene Ziele zu entwickeln und umzusetzen. So wie Stefan Kroll (Name geändert), der den Entzug geschafft hat und inzwischen im 4. Semester Psychologie studiert. Der Lehrgang Pressearbeit online PO-30 der Journalistenakademie hat die Pressekonferenz im Presseclub München organisiert und durchgeführt; hier geht es zur digitalen Pressemappe online, Live-Twitterwall von der Pressekonferenz.