26.1.12

Pressemappe: Pro Familia berät bei unerfülltem Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch war Schwerpunktthema der aktuellen Pressekonferenz von pro familia. Ein Team der Journalistenakademie hat die Konferenz für pro familia organisiert und eine digitale Pressemappe angelegt. Rückblick und Zusammenfassung von Heike Haffner:

Die Podiumsgäste beleuchteten das Thema aus psychosozialer, ärztlicher und betroffener Sicht. Alle waren sich darüber einig, dass die finanzielle Förderung ungewollt Kinderloser ein wichtiger Schritt ist, um die betroffenen Paare zu entlasten, gesellschaftlich zu enttabuisieren und zu entstigmatisieren. pro familia Bayern forderte die Politik ausdrücklich auf, auch die psychosoziale Beratung zu stärken. Der Verband begrüßte die Absicht von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ungewollt kinderlose Paare, die den Weg der Reproduktionsmedizin wählen, finanziell zu unterstützen und betonte die Wichtigkeit einer begleitenden psychosozialen Beratung.

Ungewollt kinderlose Frauen und Paare könnten damit in dieser Lebenskrise aufgefangen, umfassend informiert und begleitet werden. „Wichtig ist, dass die Partner in dieser oft festgefahrenen Situation wieder den Kontakt zu einander, zum Beispiel bei gemeinsamen Aktivitäten“ finden, so die Diplom-Psychologin Dr. Annette Tretzel vom pro familia Ortsverband München. pro familia hat festgestellt, dass die psychosoziale Beratung von ungewollt kinderlosen Frauen und Paaren immer mehr nachgefragt wird. Der renommierte Reproduktionsmediziner Wolfgang Würfel vom Kinderwunsch Centrum München erklärte, dass durch Umwelteinflüsse und späte Schwangerschaften die Fertilität deutlich abgenommen habe. „Es gibt keine übermenschliche Fertilität“, so Würfel. Fertilitätsstörungen seien insbesondere in Industrieländern ein Problem.

Claudia Franke, dank der Reproduktionsmedizin Mutter einer dreijährigen Tochter, betonte, wie wichtig das Gespräch und der Austausch für Kinderwunschpatienten seien. Ungewollt Kinderlose müssten ernster genommen werden, da sie durch die hormonellen Behandlungen Strapazen auf sich nehmen, die von außen oft nicht nachvollziehbar seien. Eine kompetente psychosoziale Beratung führe zu einer deutlichen Entlastung, so die ehemalige Kinderwunschpatientin. Auch Wolfgang Würfel plädierte für ein ganzheitliches Konzept: Betroffene, die psychosoziale Beratung in Anspruch nehmen, seien stabiler.
Text: Heike Haffner

Mehr Fotos, mehr Infos und Clippings bei der digitalen Pressemappe für Pro Famila


Links: Ein Teil des Teams der Journalistenakademie (Foto: Peter Lokk)

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