31.1.12

Interne Kommunikation: Öffentlichkeitsarbeit beginnt innen

In keinem Berufsfeld ist so viel Bewegung wie in der Internen Kommunikation. Gleichzeitig ist kaum ein Berufsfeld nach außen derartig unsichtbar wie Öffentlichkeitsarbeit nach innen. Am 8. Februar um 19.30 Uhr war die Interne Kommunikation Thema beim 51. Münchner Mediengespräch im "Bayernforum" am Hauptbahnhof

Oft zeigt sich erst im Krisenfall, wie gut oder schlecht die Interne Kommunikation einer Organisation aufgestellt ist.'Öffentlichkeitsarbeit beginnt innen', ist die These der PR-Expertin Gisela Goblirsch. Gemeinsam mit zwei ausgewiesenen Praktikern der Internen Kommunikation wurden Best-Practice-Beispiele und Strategien vorgestellt.

In den nächsten Tagen folgt
ein Bericht mit Fotos zum 51. Münchner Mediengespräch.

26.1.12

Pressemappe: Pro Familia berät bei unerfülltem Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch war Schwerpunktthema der aktuellen Pressekonferenz von pro familia. Ein Team der Journalistenakademie hat die Konferenz für pro familia organisiert und eine digitale Pressemappe angelegt. Rückblick und Zusammenfassung von Heike Haffner:

Die Podiumsgäste beleuchteten das Thema aus psychosozialer, ärztlicher und betroffener Sicht. Alle waren sich darüber einig, dass die finanzielle Förderung ungewollt Kinderloser ein wichtiger Schritt ist, um die betroffenen Paare zu entlasten, gesellschaftlich zu enttabuisieren und zu entstigmatisieren. pro familia Bayern forderte die Politik ausdrücklich auf, auch die psychosoziale Beratung zu stärken. Der Verband begrüßte die Absicht von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ungewollt kinderlose Paare, die den Weg der Reproduktionsmedizin wählen, finanziell zu unterstützen und betonte die Wichtigkeit einer begleitenden psychosozialen Beratung.

Ungewollt kinderlose Frauen und Paare könnten damit in dieser Lebenskrise aufgefangen, umfassend informiert und begleitet werden. „Wichtig ist, dass die Partner in dieser oft festgefahrenen Situation wieder den Kontakt zu einander, zum Beispiel bei gemeinsamen Aktivitäten“ finden, so die Diplom-Psychologin Dr. Annette Tretzel vom pro familia Ortsverband München. pro familia hat festgestellt, dass die psychosoziale Beratung von ungewollt kinderlosen Frauen und Paaren immer mehr nachgefragt wird. Der renommierte Reproduktionsmediziner Wolfgang Würfel vom Kinderwunsch Centrum München erklärte, dass durch Umwelteinflüsse und späte Schwangerschaften die Fertilität deutlich abgenommen habe. „Es gibt keine übermenschliche Fertilität“, so Würfel. Fertilitätsstörungen seien insbesondere in Industrieländern ein Problem.

Claudia Franke, dank der Reproduktionsmedizin Mutter einer dreijährigen Tochter, betonte, wie wichtig das Gespräch und der Austausch für Kinderwunschpatienten seien. Ungewollt Kinderlose müssten ernster genommen werden, da sie durch die hormonellen Behandlungen Strapazen auf sich nehmen, die von außen oft nicht nachvollziehbar seien. Eine kompetente psychosoziale Beratung führe zu einer deutlichen Entlastung, so die ehemalige Kinderwunschpatientin. Auch Wolfgang Würfel plädierte für ein ganzheitliches Konzept: Betroffene, die psychosoziale Beratung in Anspruch nehmen, seien stabiler.
Text: Heike Haffner

Mehr Fotos, mehr Infos und Clippings bei der digitalen Pressemappe für Pro Famila


Links: Ein Teil des Teams der Journalistenakademie (Foto: Peter Lokk)

Journalismuskritik: Geht die Kinderarmut wirklich zurück?

Wie man mit Statistik Erfolgsmeldungen erzeugen kann. Ursula von der Leyen freut sich über den angeblichen Rückgang der Kinderarmut auf 1,64 Millionen (die Süddeutsche Zeitung berichtete). Sie wertet diese Entwicklung als Erfolg der Politik ihres Ministeriums. Damit hat sie vermutlich recht. Denn bereits Ende 2011 hat von der Leyen angekündigt, dass die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II gedrückt werden soll. Ihr Ziel dabei: die Ausgaben für das ALG II sowie das an Kinder ausgezahlte Sozialgeld um mehr als 900 Millionen Euro zu reduzieren.

Der Kinderschutzbund Deutschland liefert andere Zahlen. „Betrachtet man alle Kinder und Jugendlichen aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, so ist von über 2,4 Millionen Kindern in Armut auszugehen“, sagt Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes. Dies seien auch die anspruchsberechtigten Kinder für das Bildungs- und Teilhabepaket.

Der Kinderschutzbund korrigiert die von-der-Leyen-Zahlen: Die derzeitige Berichterstattung suggeriere einen starken Rückgang der Kinderarmut. Die Armutsgefährdungsquote ging zwischen September 2006 und September 2011 lediglich um 1,5 Prozentpunkte zurück. Waren 2006 noch 16,6% der Kinder unter 15 Jahren hilfebedürftig, so sind es nach aktuellsten Erhebungen 15,1%. Insgesamt gebe es in absoluten Zahlen weniger Kinder. Zudem würden in der genannten Statistik die 15- bis 18-jährigen gar nicht berücksichtigt.

Markus Grabka, Sozialexperte im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), warnt davor, die von der „Süddeutschen“ referierten Zahlen der Bundesagentur überzubewerten. "Kinderarmut bleibt das zentrale sozialpolitische Problem in Deutschland", sagte er. Wenn Eltern mit ihren Kinder aus Hartz IV herauskämen, sei das längst keine Garantie, nicht von Armut betroffen zu sein. Das Risiko bestehe gerade auch für Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, sagte er gegenüber der ZEIT. Auch deren Zahl wird in der Statistik, die den Rückgang belegen soll, nicht berücksichtigt.

Die Ministerin hat ihr Ziel erreicht: Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II gedrückt, Ausgaben für arme Kinder gesenkt - und eine Erfolgsmeldung obendrein.

Sonderausschüttung der VGWort für Onlinetexte

Wer im vergangenen Jahr Texte im Internet veröffentlicht hat, sollte sich bis 31. Januar bei der VG Wort melden. Es winkt eine Sonderausschüttung. Alles Nähere steht auf http://www.vgwort.de/verguetungen/auszahlungen/texte-im-internet.html

23.1.12

Neue Lehrgänge rund um Medien und Journalismus gestartet

Online-Medien texten und gestalten, mit Online- ebenso wie mit klassischen Medien Unternehmens- oder Verbandsziele an Medien und Öffentlichkeit kommunizieren zu können, sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn in den Medien. In den Lehrgängen Online-Journalismus und Medienproduktion digital an der Journalistenakademie (6 Monate Vollzeit) vermitteln die Dozenten nicht nur Praxiswissen, sondern auch Erfahrung in der praktischen Projektarbeit. Soeben, am 23. Januar, haben beide Lehrgänge begonnen. Sie sind zertifiziert und können per Bildungsgutschein gefördert werden.

Die Unternehmenskommunikation haben die Lehrgang Pressearbeit online und Medienmanagement im Focus. Ein Schwerpunkt ist die Non-Profit-PR, ein weiterer das Corporate Publishing. Beim Medienmanagement kommt kaufmännisches Wissen für die Medienorganisation hinzu. Die beiden Lehrgänge haben ebenfalls am 23.1. begonnen, dauern sechs Monate und können per Bildungsgutschein gefördert

Wer speziell das Online-Handwerk erlernen möchte - Schreiben für Online-Medien, Blogs, Twitter, Social Media - kann das dreimonatige Modul "Online-Publishing" besuchen. Auch dieses Modul kann per Bildungsgutschein gefördert werden.

Noch einige Wochen nach Lehrgangsbeginn ist ein Einstieg möglich. Interessiert? Dann wenden Sie sich bitte entweder telefonisch unter 089.1675106 an die Journalistenakademie, um einen Beratungstermin zu vereinbaren, oder nehmen Sie per Mail Kontakt auf.

22.1.12

Online-Dossier "Verwandlung" von OJ40/PO33

Ein Verwandlungsspiel ist auf der Startseite des Online-Dossiers "Verwandlung" zu finden: User können aus den Gesichtern der Autorinnen und Autoren neues zusammensetzen (die Bedienung ist selbsterklärend). Dahinter verbergen sich Berichte, Reportagen und Interviews zu Themen wie erneuerbare Energien, studierte Putzfrauen oder einer Zeitreise in die "Golden Twenties".

Zum Dossier "Verwandlungen" der Kurse OJ-40/PO-33

19.1.12

AP zeigt, wie man richtig twittert

Die neuen Social Media Guidelines von Associated Press (AP) geben Tipps fürs korrekte Nutzen von Facebook, Twitter und Co. Journalisten hatten moniert, dass beim Retweeten nicht deutlich wurde, wessen Meinung hier zum Ausdruck kam. Mallary Jean Tenore fasst auf poynter.org die wichtigsten Neuerungen zusammen. So legt AP jetzt fest, auf welche Weise man Falschmeldungen korrigiert und Tweets löscht.

Grundsätzlich ermutigt AP alle Journalistinnen und Journalisten im Hause, Social Media zu nutzen und etwa eigene Twitter-Accounts anzulegen. Dabei darf im Nutzernamen das Kürzel AP nicht verwendet werden. Stattdessen sollen die Angestellten in ihrem Profil offen legen, dass sie bei AP arbeiten.

Beim Retweeten von Meinungen soll deutlich werden, dass hier lediglich eine Meinung zur Kenntnis gegeben wird. Im Text sollte dies durch eine distanzierende Formulierung kenntlich gemacht werden. Statt "RT @dailyeuropean: at last, a euro plan that works bit.ly/xxxxx" schlägt AP vor: "Big European paper praises euro plan: RT @dailyeuropean: at last, a euro plan that works bit.ly/xxxxx".

Zu den Social Media Guidelines von AP (PDF, engl.)
Zum Beitrag bei poynter.org (engl.)

16.1.12

Bis 15. März beim Grimme Online Award bewerben

Beim Grimme Online Award können 2012 erstmals auch Apps eingereicht werden, sofern sie "besondere publizistische Qualität aufweisen", so Friedrich Hagedorn, Referatsleiter im Grimme-Institut. Im neuen Wettbewerb, dies eine weitere Neuerung, sollten auch publizistische Einzelleistungen im Netz stärkere Beachtung finden.

Internetnutzer und Anbieter können bis zum 15. März 2012 ihre Vorschläge für preiswürdige Angebote auf www.grimme-online-award.de einreichen. Am 8. Mai 2012 wird das Grimme-Institut die Nominierten bekanntgeben. Danach beginnt sowohl die Abstimmung zum Publikumspreis als auch die Arbeit der Jury. Seit 2012 ist Gabriele Hooffacker Jurymitglied beim Grimme Online Award.

13.1.12

Hörtipp: "Eine Nacht mit Teddy Schmacht"

Pressesprecher von Paulaner war der Geisteswissenschaftler Christoph Bohning jahrelang, nachdem er den Lehrgang Pressearbeit online an der Journalistenakademie absolviert hatte. Wie die Süddeutsche Zeitung am 13. Januar 2012 ausführlich berichtet (der Text ist leider nicht online), macht er nun seinen Nebenerwerb zum Hauptberuf: Als Teddy Schmacht begeistert er bereits seit dem Studium zusammen mit seiner Band das Publikum zwischen Karlsruhe und Essen. Die Kunstfigur "Teddy Schmacht" entstand ursprünglich als Studenten-Ulk. Der Spagat zwischen Schlager und Parodie gelingt der Band bis heute so gut, dass sie längst eine große Fan-Gemeinde hat. Einige Kostproben von Teddy Schmacht und Band kann man hier anhören.
Zur Facebook-Fanpage von Teddy Schmacht
Teddy Schmacht: Strangers in the Night (Youtube)

...und hier unser persönlicher Tipp: Der mitreißende, ansonsten sanft ironische Song ("Dein Busen bebt, Dein Herz das lacht...") Eine Nacht mit Teddy Schmacht (Audio-File, der 2. Song in der Liste)

11.1.12

TV und Handy: Immer mehr nutzen Second Screen

Trendthema Second Screen: Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass Nutzer gleichzeitig zum Fernsehkonsum im Netz sind und sich parallel dazu über Social Media darüber austauschen. Die ARD-ZDF-Medienforscher belegen die kontinuierliche Zunahme dieser parallelen Nutzung. Jeder zweite Fernsehzuschauer zwischen 14 und 49 Jahren surft parallel zum Fernsehen im Internet. Das zeigt etwa das DigitalBarometer von IP Deutschland, TNS Emnid und der Fachzeitschrift W&V. Auch eine aktuelle Fernsehserie beim ORF beschäftigt sich mit dem „Second Screen“.

Aber nur 16 Prozent der TV-Zuschauer machen dies "oft" oder "sehr häufig". Überrepräsentiert sind jüngere TV-Zuschauer und Männer. Die parallele Internetnutzung hat oft einen direkten Bezug zum Programm, fasst Frank Giersberg zusammen.

Problem für Werbetreibende: Während der Werbepause wird fast nicht mehr auf den Fernseher gesehen, sondern auf das Handy oder den Laptop. Lediglich 25 Prozent der Zuschauer erinnern sich später noch an einen TV-Werbespot. Eine Lösung erhoffen sich die TV-Sender, die von Werbeeinnahmen leben, von Second-Screen-Networks. Dabei können Werbebanner mit der Werbung im TV synchronisiert werden. Wenn der Nutzer während der Werbepause im Netz surft, sieht er die gleiche Werbebotschaft, beschreibt die Gugel-Kolumne bei der HTW Berlin.

In der deutschsprachigen Wikipedia gibt es noch gar keinen Eintrag zum Thema, daher hier der Verweis auf die englische Wikipedia.

9.1.12

Journalistenschule oder Journalistikstudium?


Eine Journalistenschule besuchen oder Journalismus studieren? Praktizierende Journalisten raten oft von einem Studium der Journalistik ab und empfehlen ein Fachstudium wie Volkswirtschaft oder Jura. Dies, obwohl die Absolventen der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge rund um Journalismus und Medien gut im Beruf ankommen.

Für die Schweiz hat Sibyl Aline Heissenbüttel Statements eingeholt und einander gegenüber gestellt. Ihr Beitrag endet überraschend mit einem Appell: staatliche Förderung für Journalistenschulen, um Qualität, Aktualität und Unabhängigkeit der Journalistenausbildung zu gewährleisten.

Zum gesamten Beitrag bei "Medienkritik Schweiz"

Pressearbeit und Medienmanagement: Lehrgänge starten am 23. Januar

Am 23. Januar starten an der Journalistenakademie in München zwei Qualifikationen für Medienmenschen: Pressearbeit online vermittelt das klassische wie das Online-Handwerk der Media Relations, vom Texten einer Pressemitteilung über die Konzeption einer Kundenzeitschrift bis hin zu Online-PR und Social-Media-Management.

Den Schwerpunkt auf Management-Techniken für Medienmacher/innen legt der Lehrgang Medienmanagement. Er kombiniert das klassische Handwerk der Pressearbeit mit kaufmännischem Wissen.

Beide Lehrgänge sind zertifiziert und können durch Arbeitsagentur oder Jobcenter über den Bildungsgutschein gefördert werden. Zusätzlich werden Fahrtkosten und ggf. auch ein Zuschuss zum Wohnen in München finanziert. Die Lehrgänge dauern jeweils sechs Monate und vermitteln neben umfassenden konzeptionellen und Software-Kenntnissen viel Praxiserfahrung mit Projektarbeiten.
Hier geht's zum Kontaktformular der Journalistenakademie

6.1.12

Knigge für Social Media

Regeln für soziale Netzwerke hat der deutsche Knigge-Rat veröffentlicht. Der Verein kümmert sich um Verhaltensregeln in der Gesellschaft. Die Regeln sind allerdings für Social-Media-Nutzer nicht sonderlich überraschend. "Gut, dass sich mal jemand darum gekümmert hat", kommentiert denn auch netzpolitik.org das Regelwerk. Hier ist es:
  • Alle Sicherheitseinstellungen aktivieren
  • Bilden Sie Freundeskreise
  • Schützen Sie bei jedem Eintrag ihre Privatsphäre
  • Prüfen Sie Ihre privaten Fotos
  • Ihre Persönlichkeit verdient Schutz
  • Achten Sie auf Vertraulichkeit
  • Löschen Sie aktiv unerwünschte Einträge
Zum kompletten Regelwerk des Knigge-Rats

Videojournalismus kompakt oder berufsbegleitend

Professionelle Video- und Audioproduktion vermittelt ab 23. Januar der dreimonatige Vollzeit-Lehrgang "Videojournalismus" an der Journalistenakademie. In praxisorientierten Workshops vertieft man hier das Videohandwerk von den Grundlagen über Licht und Kamera, Ton und Schnitt bis hin zu Treatment, Storyboard und Regie. Wer will, kann auf sechs Monate aufstocken und dabei das Online-Handwerk sowie den kaufmännischen Teil der Medienproduktion erlernen. Sowohl das dreimonatige Modul "Videojournalismus" als auch die sechs Monate "Medienproduktion" können mit dem Bildungsgutschein gefördert werden.

Alternative: Wer berufstätig ist, kann ab 3. Februar in neun Wochenend-Modulen den Lehrgang Audio- und Videoproduktion absolvieren. Sechs Termine sind verpflichtend, drei aus weiteren Angeboten frei wählbar. Gelehrt wird im Blended-Learning-Verfahren (9 Präsenzwochenenden, dazwischen E-Learning-Phasen). Dieser Lehrgang kostet 3.500 Euro, Verdi-Mitglieder zahlen den halben Preis. Auch hier ist eine Förderung per Bildungsgutschein möglich. Die Journalistenakademie bietet ausführliche Beratung zum Lehrgang bei einem persönlichen Termin an. Ausführliche Informationen zum Lehrgang Videoproduktion.

Video-Beispiele aus den Workshops

5.1.12

Bildungsprämie verlängert, Zielgruppe eingeschränkt

Die sogenannte "Bildungsprämie" der Bundesregierung wird um zwei Jahre verlängert. Das teilte des Bundesbildungsministerium (BMBF) mit. Mit dieser Prämie können sich Angestellte ebenso wie Selbstständige die Kosten einer beruflichen Weiterbildung zur Hälfte, höchstens aber bis zur Höhe von 500 Euro, fördern lassen. Zugleich wurde der Kreis der Förderberechtigten eingeschränkt.

Ursprünglich war das Programm bis zum 30. November 2011 befristet. Aufgrund des großen Erfolges hat das BMBF für die nächsten zwei Jahre weitere 35 Millionen Euro bereit gestellt, die jedoch teilweise wieder aus dem Europäischen Sozialfonds stammen.

Während bisher Erwerbstätige mit einem Jahreseinkommen von bis zu 25.600 (Verheiratete: 51.200) Euro in den Genuss des Prämiengutscheins kamen, wurde die Einkommensgrenze zeitgleich mit der Verlängerung auf 20.000 / 40.000 Euro gesenkt.

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) berichtet, dass seit 2008 über 150.000 Prämiengutscheine ausgegeben wurden, wobei die Nachfrage in den letzten Monaten rapide gestiegen sei. Von den Geförderten seien 74 Prozent Frauen; 15 Prozent hätten einen Migrationshintergrund.

Von der großen Nachfrage ist die zuständige Stelle, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., völlig überrascht worden. Die Bearbeitung der Anträge zog sich länger als erwartet hin. Die Bildungsträger warten häufig ein Jahr lang oder mehr auf die Erstattung der Bildungsprämie. Zudem können sie nur Maßnahmen abrechnen, die bereits begonnen haben und für die der Eigenanteil bereits bezahlt wurde.

Ausstellen kann die Bildungsprämie beispielsweise die Weiterbildungsberatung der Stadt München oder der Stadt Nürnberg. Alle Beratungsstellen und Infos siehe www.bildungspraemie.info.

Bildungsprämie: Die neue Förderrichtlinie

Gründungszuschuss seit 28.12. neu geregelt

Der Gründungszuschuss wird wie befürchtet stark gekürzt. Wie die Bundesagentur für Arbeit am 27. Dezember 2011 mitteilte, wurde das "Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt" an diesem Tag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die meisten Änderungen werden ab 1. Januar 2012 wirksam. Ausnahme: Die Änderungen beim Gründungszuschuss traten bereits direkt am Tag nach der Veröffentlichung, also am 28. Dezember 2011, in Kraft.

Für die Förderung von Existenzgründungen von Arbeitslosengeld-Beziehern gilt seit diesem Tag: Der Gründungszuschuss kann nur dann gewährt werden, wenn am Tag der Gründung noch ein Restanspruch auf das Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen (bisher 90 Tage) besteht.

In den ersten sechs Monaten (bisher neun Monate) erhalten Existenzgründer den Gründungzuschuss in Höhe des bisherigen Arbeitslosengeldes plus 300 Euro monatlich. Der Gründungszuschuss kann für weitere neun Monate (bisher sechs Monate) in Höhe von 300 Euro monatlich geleistet werden.

Frühere Beiträge zum Gründungszuschuss in diesem Blog
Zur Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

Arm trotz Arbeit und Aufschwung

Knapp drei Millionen Menschen sind von Armut bedroht, obwohl sie einer regelmäßigen Arbeit nachgehen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Wie der Bayerische Rundfunk meldet, hat sich die Zahl der armutsgefährdeten Berufstätigen in Deutschland seit fünf Jahren kaum verändert; sie liegt bei über sieben Prozent. Nach der gängigen Definition gilt als armutsgefährdet, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt - für Alleinstehende liegt dieser Wert bei 929 Euro im Monat.

Ergänzend zu dieser Meldung passt der Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der im Dezember 2011 veröffentlicht wurde. Danach ist fast jeder siebte Deutsche, das sind rund zwölf Millionen Menschen oder 14,5 Prozent der Bevölkerung, von Armut bedroht. In einigen Bundesländern liegt die Quote sogar bei knapp 20 Prozent.

Seit dem Jahr 2005 verharrt die Armutsquote zwischen 14 und 15 Prozent – unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Zeitraum. Damit sei die Behauptung widerlegt, eine gute Wirtschaftspolitik sei die beste Sozialpolitik, bilanzierte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, Ulrich Schneider. „Die Krankheit Armut ist resistent geworden gegen die Hauptmedizin wirtschaftliches Wachstum.“

Der gesamte Beitrag bei Focus online

4.1.12

Youtube-Kanal der Journalistenakademie

Seit dem Relaunch von Youtube Ende 2011 stellt die Münchner Journalistenakademie einen eigenen Kanal auf Youtube zur Verfügung. Er versammelt Projektarbeiten und Abschlussprojekte aus den Kursen und Lehrgängen der Journalistenakademie. Vertreten sind Kurzfilme der Lehrgänge Online-Journalismus und Pressearbeit online ebenso wie der Lehrgang Videojournalismus/Medienproduktion und die berufsbegleitenden Lehrgänge wie beispielsweise Audio- und Videoproduktion.
Zum Journalistenakademie-Kanal auf Youtube

1.1.12

Data Mining für Fortgeschrittene

Eine neue Ebene der Rasterfahndung beschreibt Peter Welchering in der Zeitschrift "Digital". Sie soll die riesigen Datenmengen auswerten, die bei den neuen Überwachungsverfahren entstehen. Die Prognosesysteme fürs Data Mining stammen aus der Kredit- und Versicherungswirtschaft. Dort sorgen sie seit Jahren für gute Geschäfte.
Zum Beitrag Forensische Kristallkugel: Sicherheitsbehörden arbeiten an Verhaltensprognose-Systemen (10.12.2011)