31.5.12

Arbeitsagentur fordert Arbeitsmarktpolitik ein

Die Arbeitslosigkeit ist von April auf Mai um 108.000 auf 2.855.000 zurückgegangen. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit heute mit. Saisonbereinigt habe sich die Arbeitslosigkeit nicht verändert. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Frank-J. Weise schreibt: "Dass sich die Entwicklung in den letzten Monaten abgeschwächt hat, hängt auch mit dem geringeren Einsatz von Arbeitsmarktpolitik zusammen." Dieser Einsatz ist von 2005 bis 2011 um mehr als ein Drittel zurück gegangen. Die konjunkturellen Kräfte haben den Einfluss dieses Rückgangs auf die Arbeitslosigkeit nicht mehr kompensieren können. Insgesamt bleibe die positive Grundtendenz aber bestehen. Zur Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

Die hessische Arbeitsagentur hat vor kurzem Ausbildungsprogramme speziell für Ü-40-Jährige gefordert, wie die FAZ berichtete. Es gebe eine Nachfrage nach hochqualifizierten Bewerbern, doch die Qualifikation der Arbeitslosen reiche oft nicht aus.

Seit der Arbeitsmarktreform 2005 sind die Kosten der Arbeitslosigkeit um mehr als ein Drittel gesunken. Das zeigt eine soeben veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Danach haben ein Zusammenspiel aus Konjunktur und Arbeitsmarktreformen die Kosten der Arbeitslosigkeit für die öffentlichen Haushalte deutlich sinken lassen: Im Jahr 2005 betrugen die gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit noch 88 Milliarden Euro. In den Jahren 2005 bis 2011 nahmen sie um mehr als ein Drittel auf 56 Milliarden Euro ab, geht aus der IAB-Studie hervor.

Ein leichter Aufwärtsstrend bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung zeichnet sich für den Mai 2012 ab. Dies beobachtet der Bundesverband Berufliche Bildung insbesondere für den Bereich der Jobcenter (SGB II).

30.5.12

Für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis bewerben, bis 3.9.

Zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis kann man sich noch bis 3. September 2012 bewerben. Eingereicht werden können Produktionen, die 2010, 2011 und 2012 fertiggestellt wurden. In jeder Kategorie werden 2.500 Euro ausgelobt. Es gibt die Sparten
  • Profi 
  • Kurzfilm/Magazinbeitrag 
  • Filmhochschule 
  • Amateur
Die Preisverleihung in allen Kategorien sowie die Prämierung des „Bildungspreises“, der aus allen Einreichungen ermittelt wird, findet am 8. Dezember 2012 in der Nürnberger Tafelhalle statt. Zu den 17 Veranstalter des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises zählen amnesty international, die Evangelische Medienzentrale Bayern, Pro Asyl sowie die Stiftung Journalistenakademie.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen für jede Kategorie und weitere Informationen finden Sie unter www.menschenrechts-filmpreis.de.

10.5.12

Podcasts zum Dokfilmfestival, zu Journalismus und zum Augustiner Biergarten

Drei Podcasts sind im Unterricht bei Chris Bellaj an der Journalistenakademie entstanden: Beim 27. Münchner DOK.fest (2. bis 9. Mai 2012), einem der renommiertesten Dokumentarfilmfestivals weltweit, sprachen die Lehrgangsteilnehmenden mit Festivalleiter Daniel Sponsel und mit Andrea Kuhn, die die Reihe “Arabischer Frühling” betreut: Dokfilm (MP3). Zum Berufsbild Journalist fragte die Arbeitsgruppe: Wie können Journalisten auf einen sich wandelnden Markt reagieren? Was muss ein Journalist heute können und leisten? Sie sprachen mit dem Pressesprecher des Deutschen Journalisten-Verbands, Hendrick Zörner, mit der Leiterin der Journalistenakademie in München, Dr. Gabriele Hooffacker, und natürlich mit dem Zeitungsleser auf der Straße: Veränderungen im Journalismus (MP3).

Der Augustiner Biergarten gilt als einer der schönsten Biergärten der Landeshauptstadt. Im Winter 2011/2012 fanden weitreichende Umbaumaßnahmen statt. Pünktlich zur neuen Freiluftsaison eröffnete die Traditionsgaststätte ihre Pforten. Die dritte Arbeitsgruppe sprach mit dem Augustiner-Wirt Christian Vogler über die Neuerungen: Augustiner Biergarten (MP3).

Am kommenden Wochenende findet das nächste Podcast-Seminar an der Journalistenakademie statt, diesmal mit Peter Welchering.

Arbeitsförderung: Regierung hält an Sparpaket fest

Das Ministerium von der Leyen gibt immer weniger Geld für die Arbeitsförderung aus. Begründet wird dies mit der angeblich "guten Konjunktur". Gleichzeitig erzielen die Sozialkassen voraussichtlich 15 Milliarden Euro Überschuss.

Im Mai 2012 sank statistisch die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im April wieder unter die Marke von drei Millionen auf eine Quote von 7 Prozent. Die für April übliche Frühjahrsbelebung fiel schwächer aus als sonst, unter anderem wegen des "geringeren Einsatzes entlastender Arbeitsmarktpolitik", wie BA-Chef Frank-Jürgen Weise erklärte. Deutlich höher als die Arbeitslosenquote, bei 9,3 Prozent, liegt die Quote der sogenannten "Unterbeschäftigung": Hier werden auch eigentlich arbeitlose Menschen mitgezählt, die z.B. in einer Coaching- oder Trainingsmaßnahme stecken. Auch in dieser Statistik nicht erfasst werden ältere Arbeitslose, die als nicht vermittelbar angesehen werden, Menschen im Krankenstand, Kurzarbeiter sowie sogenannte "Aufstocker", die ebenfalls Hartz-IV-Leistungen beziehen, und weitere Personengruppen.

Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (BBB) bestätigt den abermaligen Rückgang der Förderung anhand der von der Bundesagentur für Arbeit gelieferten Daten. Während Anfang des Jahres rund 25.000 Menschen eine geförderte Weiterbildung begonnen hatten, waren es im April nur noch weniger als 21.800. Dabei fiel der Rückgang bei der Förderung der Langzeitarbeitslosen (SGB II) noch deutlicher aus als im Bereich des SGB III (s. BBB-Grafik).

Geld wäre da: Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat für die heutige Ausgabe des "Handelsblatts" errechnet, dass Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung dieses Jahr voraussichtlich 15 Milliarden Euro Überschuss erzielen werden. Für die Bundesagentur für Arbeit hat das Institut 2,9 Milliarden Euro Überschuss errechnet.

Auch Jobs für Langzeitarbeitslose werden kaum mehr gefördert: Innerhalb der letzten beiden Jahre haben sich die Beschäftigungsangebote für Langzeitarbeitslose halbiert. Hier spart die Bundesregierung Milliarden ein. Deutschland sei auf dem Weg in den Zwei-Klassen-Arbeitsmarkt, kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, am Dienstag in Berlin. 180.000 Langzeitarbeitslose, die im April 2010 noch geförderte Jobs hatten, stünden heute zusätzlich auf der Straße.

Dies sei eine Folge des Sparpakets der Bundesregierung aus dem Jahr 2010. Danach sollen bis 2014 in der Arbeitsmarktpolitik 20 Milliarden Euro eingespart werden, davon sechs Milliarden bei den Hartz-IV-Empfängern.

Zur Statistik beim Bildungsverband BBB, 3. Mai 2012
Sozialkassen machen 15 Milliarden Überschuss, 10. Mai 2012
Zum Artikel "Regierung spart Milliarden bei Hartz IV" in der taz vom 9. Mai 2012

9.5.12

Unternehmenskommunikation: Fast die Hälfte nutzt Social Media

Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt soziale Medien ein. Weitere 15 Prozent haben bereits konkrete Pläne, damit in Kürze zu beginnen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Hightech-Verband BITKOM in Berlin vorgestellt hat. Dabei wurden im Auftrag des BITKOM 723 Unternehmen aller Branchen befragt. Als wichtigstes Ziel nennen 82 Prozent der Unternehmen, die soziale Medien einsetzen, die Steigerung ihres Bekanntheitsgrades. Für 72 Prozent steht die Gewinnung neuer Kunden im Vordergrund und für 68 Prozent die Pflege von Kundenbeziehungen. 42 Prozent der Befragten wollen ihr Image verbessern, 23 Prozent neue Mitarbeiter gewinnen und 15 Prozent die Produktentwicklung vorantreiben. Zur BITKOM-Pressemitteilung

7.5.12

Neuerungen bei Googles Suchalgorithmus

In seinem Blog hat Google weitere Änderungen beim Ranking von Websites beschrieben. Weiter kleinere Änderungen kamen hinzu. Das Portal heise.de schreibt, dass beispielsweise aktuelle Nachrichten stärker gewichtet werden und dadurch prominenter in der Trefferliste erscheinen sollen. Gleichzeitig sollen Inhalte von "niedriger Qualität" nicht von bloßer Aktualität profitieren. Zum ausführlichen Beitrag auf heise.de