5.2.13

Games: Die Spieler werden immer jünger

Kinder beginnen immer früher mit dem Computerspielen. Liegt das Einstiegsalter heute bei fünf bis acht Jahren, wird es sich künftig wahrscheinlich noch weiter nach vorn verschieben und damit Medienaufsicht und Jugendverbände vor große Herausforderungen stellen. Das zeigen Ergebnisse der Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) zum Thema „Computerspiele(n) in der Familie".

Fast immer sind es männliche Bezugspersonen wie Vater, Onkel oder Cousin, die den Kindern den Weg in die Spielewelt zeigen – Mütter oder Schwestern spielen dabei kaum eine Rolle. Im Rahmen der Studie wurde besonderes Augenmerk geschlechter-spezifische Unterschiede beim Spielen gelegt. Grundlage für die Analyse bildeten 40 qualitative Interviews.

Viele der Befragten berichten, dass ihre Computerspielenutzung nur wenig von den Eltern reguliert werde – ein Befund, der deutlich von anderen Studien abweicht. Solange schulische Verpflichtungen erledigt würden, scheint kein Regulierungsbedarf zu bestehen. Während die Väter die Tür zu den Spielen öffnen oder für ihre Kinder im Hinblick auf das Computer spielen als Vorbild fungieren, sind es in vielen Fällen die Mütter, die den Hauptanteil der (Medien-)Erziehungsarbeit leisten.

Beim Hans-Bredow-Institut kann die Studie heruntergeladen werden.

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