28.10.13

Von der Leichtigkeit, mobile Kommunikation abzuhören

Von der Leichtigkeit, die mobile Kommunikation sogar der Bundesregierung abzuhören, berichtet Peter Welchering im DLF-Interview:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/computer/2300363/  

Anfang 2014 plant die Journalistenakademie einen Workshop mit Peter Welchering und Manfred Kloiber zum Thema "Schotten dicht - wie Journalistinnen und Journalisten ihre Informanten und Recherergebnisse besser schützen".

23.10.13

Wikipedia und PR: Zwei, die sich nicht verstehen

Die PR-Branche kommt mit Wikipedia nicht zurecht. Umgekehrt gilt das ebenfalls: Gerade hat die internationale Wikimedia-Foundation bekannt gegeben, dass mehr als 250 Nutzerprofile gesperrt oder aus dem Wiki verbannt worden seien.

Die deutschsprachige Wikipedia ist davon zunächst nicht betroffen. Doch auch hier gibt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Autoren, die von dritter Seite für ihre Tätigkeit bezahlt werden. Wikipedia hatte deshalb Anfang Oktober eine Abstimmung darüber gestartet, wie mit diesen Autoren umgegangen werden soll. Doch die Community konnte sich nicht einigen. Am 21. Oktober wurde das Meinungsbild als solches mit großer Mehrheit abgelehnt.

Für PR-Leute ist damit nach wie vor ungeklärt, unter welchen Umständen sie bei Wikipeda mitarbeiten können. Das Korrigieren von nachweisbaren Fakten mit Quellenangabe ist meist möglich. Aber auch hier kann es sein, dass ein PR-Mitarbeiter, der offen unter seinem Namen auftritt, von einem übers Ziel hinausschießenden Wikipedia-Administrator kurzerhand gesperrt wird. Nach wie vor werden also PR-Leute in Wikipedia "under cover" unterwegs sein.
Tagesschau.de über den Wikipedia-Umgang mit PR

22.10.13

Medientage - Fotonachlese

Die Journalistenakademie war mit einem Stand, vielen Alumni und Alumnae und Vorträgen ihrer Dozierenden auf den Medientagen vertreten. Resad Özkan hat Impressionen von den Medientagen festgehalten.









Fotos: Resad Özkan


18.10.13

"Innovationen in den Medien" kostenfrei herunterladen

„Innovation in den Medien“ heißt die neueste Publikation des MedienCampus Bayern. Sie ist pünktlich zu den Medientagen München erschienen und kann kostenfrei als PDF heruntergeladen werden. Transmediales Arbeiten, Datenjournalismus, Social Media, Live-Berichterstattung, Storywelten, Geschäftsmodelle im Mobile-Bereich, Change Management, Life Balance und Kreativitätstechniken sind Themen der Beiträge. Hervorgegangen ist die Publikation als ausgebaute Dokumentation der „Fachtagung Medien“ des Mediencampus Bayern vom Juli 2013 in Nürnberg.
„Innovation in den Medien“ kann als pdf kostenfrei unter www.mediencampus.de heruntergeladen werden. Wer das Buch als gedrucktes Exemplar möchte, kann es versandkostenfrei hier bestellen.

13.10.13

Studie: Mobile Online-Nutzung ist Alltag geworden

Das Internet mobil über Smartphones und Tablets zu nutzen schürt die Erwartung der Nutzer, dass jegliche Inhalte jederzeit in adäquater Form für alle Endgeräte für sie verfügbar sind. Das ist ein Ergebnis der ARD-Mobilstudie, bei der zunächst 65 Mobilnutzer protokollierten, was sie wann online tun, und 20 davon daraufhin vertieft befragt wurden. Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurden 400 Personen online befragt.

Ubiquität: Das Smartphone kommt überall zum Einsatz. Demgegenüber wird das Tablet vorrangig zuhause genutzt. Substitution: Dabei ersetzt es PC und Laptop nicht, drängt sie aber weiter zurück. Auch das Fernsehgerät wird durch die mobilen Geräte nicht ersetzt. Immer mehr Zuschauer nutzen beides parallel. Die Parallelnutzung scheint für einen Großteil des Publikums immer stärker die Regel zu werden, wobei die Internetaktivitäten zumeist nichts mit dem laufenden Programm zu tun haben.

Das Ergebnis der ARD-Mobilstudie ist in der aktuellen Ausgabe von Media-Perspektiven veröffentlich.

12.10.13

Medientage-Workshop: Tablet-Journalismus mit Malte Burdekat

Am Donnerstag, den 17. Oktober, ab 13:00 Uhr leitet Malte Burdekat, langjähriger Dozent der Journalistenakademie, auf Einladung des MedienCampus Bayern einen Workshop zum Tablet-Journalismus. Der Workshop findet in der Café-Lounge des MedienCampus-Areals statt und ist kostenfrei.

Ist das Smartphone und der Tablet-Computer die Lösung aller Probleme im Journalismus? Auf den ersten Blick steckt in den handlichen Allzweckwaffen jedenfalls eine Menge Potenzial. Wer keine gedruckte Tageszeitung mehr liest, lädt sie sich vielleicht regelmäßig auf sein mobiles Endgerät und trägt somit zur Finanzierung journalistischer Inhalte bei.Wenn künftig die Angebote der großen journalistischen Marken zunehmend ansprechender für diese Geräte konzipiert werden, steigt vielleicht die Anzahl zahlender Leserinnen und Leser.

iPad & Co. lassen sich auch als Werkzeuge zur Produktion von Inhalten einsetzen - wenn es unauffällig, schnell oder mit geringem Budget gehen muss, geht's mit dem Handy an den Ort des Geschehens. Natürlich können die Aufnahmeeigenschaften nicht mit professionellem Equipment mithalten - noch nicht.
Richtig eingesetzt lassen sich heute schon ordentliche Bilder und Videobeiträge komplett mobil erstellen und dank immer besserer mobiler Internetanbindung gleich bei Onlinepublikationen hochladen. In der Journalistenausbildung bieten mobile Endgeräte eine kostengünstige Möglichkeit, alle Darstellungsformen mit Software auszuprobieren, deren Funktionen viele schon privat nutzen

Das Bild von Journalisten, die bei Pressekonferenzen ihr Tablet gegen das Podium richten, löst zwar noch Irritationen aus, das taten die handlichen Camcorder von Videojournalisten vor 15 Jahren jedoch auch.
Der Workshop wird sich mit der aktuellen Lage und den Ausbaumöglichkeiten des Tablet-Journalismus beschäftigen. (Text/Bild MB)



5.10.13

Digitaler Journalismus: Tools für Storys und Visualisierung

20 Werkzeuge für digitalen Journalismus hat Sarah Marshall für www.journalism.co.uk zusammengestellt. Allen voran natürlich Storify fürs digitale Geschichtenerzählen mithilfe von Social Media. Weitere Klassiker sind Bambuser und Soundcloud. Doch auch neue und unbekanntere Tools werden vorgestellt, für die interaktive Timeline ebenso wie fürs Entlarven gefaketer Fotos.

Ergänzen möchte ich die Liste noch um den Public Data Explorer von Google, der öffentlich zugängliche statistische Daten sofort in Grafiken umsetzt.

Zum Beitrag "20 Tools..." (englisch)
Zum Data Explorer

1.10.13

Arbeitsmarkt: Strukturprobleme werden deutlicher

Die Herbstbelebung hat nicht die erhoffte Entlastung bei der Arbeitslosigkeit gebracht. Zwar hat die Zahl der Arbeitslosen von August auf September um 97.000 auf 2.849.000 abgenommen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat allerdings um 25.000 angestiegen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Gegenüber dem Vorjahr waren 61.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Als Begründung nennt Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit (BA): Es seien weniger arbeitsmarktpolitische Instrumente wie Qualifizierung oder Zuschüsse eingesetzt worden. Die Zahl der Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen, ist weiterhin rückläufig. Auch seien Beschäftigung schaffende Maßnahmen und die Förderung der Selbständigkeit zurückgegangen. Heinrich Alt: "Insgesamt zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung, gleichzeitig werden aber strukturelle Probleme immer deutlicher."

Die Aussichten für 2014 sind laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Thinktank der Arbeitsagenturen, durchwachsen. Im Jahresdurchschnitt 2014 werden voraussichtlich 42,09 Millionen Menschen erwerbstätig sein. Das ist ein Plus von 240.000 Personen gegenüber 2013. Die Arbeitslosigkeit werde hingegen nur um 40.000 Personen sinken auf dann 2,9 Millionen Arbeitslose. „Um die Beschäftigungschancen wieder zu erhöhen, sollte die Arbeitsmarktpolitik auf eine substanzielle Qualifizierungsstrategie fokussiert werden“, erklärt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen.

Zur Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit
Zur Pressemitteilung des IAB mit Link zur Studie