28.7.14

Weiterbildung: Aufs Geld kommt es an

Arbeitslose nennen am häufigsten finanzielle Aspekte, wenn sie nach Gründen gefragt werden, die gegen eine Teilnahme an einer längeren Weiterbildung sprechen. Die Arbeitsmarktexperten Martin Dietz und Christopher Osiander vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) haben untersucht, welche Schwierigkeiten mögliche Teilnehmer an einer von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter geförderten Weiterbildung mit einer Dauer von mindestens einem Jahr sehen. 44 Prozent geben beispielsweise an, dass sie in der Zeit nicht auf ein reguläres Einkommen verzichten können. 29 Prozent antworteten, dass sie das Lernen nicht mehr gewohnt sind. 21 Prozent sehen die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen als Hinderungsgrund.


Ein weiterer Grund, warum immer weniger Menschen eine Weiterbildung besuchen, liegt im dramatischen Rückgang der Förderung der beruflichen Weiterbildung durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Unter der Ägide von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen wurde die Weiterbildung auf 30 Prozent des Ausgangsbetrags reduziert. In der Großen Koalition hat die jetzige Ministerin Andrea Nahles die Förderung zumindest auf niedrigem Niveau stabilisiert. Doch auch hier sanken die Neueintritte in berufliche Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Juni gegenüber dem Vormonat um fast 22 Prozent.

Abstract, Grafiken und kostenlosen Volltext-Download finden Sie beim IAB
Aktuelle Zahlen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung beim Bildungsverband BBB

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