22.6.14

IAB zum Arbeitsmarkt / Journalistenakademie: 100 Prozent im Job

In seinem aktuellen Quartalsbericht beschreibt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Lage am Arbeitsmarkt recht differenziert. Einerseits setze sich der positive Trend der Beschäftigung fort. Dennoch nehme die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit zu. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hält sich mit 100,5 Punkten noch knapp im positiven Bereich und signalisiert nur noch eine stabile Entwicklung für die kommenden drei Monate. Grundlage des Wachstums war ausschließlich die Binnenwirtschaft.
Zur IAB-Studie "Lage am Arbeitsmarkt"

"Einschränkung der Lebensbedingungen durch Sanktionen vermeiden":  Das Sozialgesetzbuch II sieht verschiedene Pflichten für erwerbsfähige Leistungsberechtigte vor. Die Piratenpartei hat in Nordrhein-Westfalen den Antrag gestellt, diese Sanktionen auszusetzen. Dazu stellt das IAB einerseits fest, dass Menschen, die Arbeitslosengeld II bezieht, „aufgrund einer Leistungsminderung verstärkt in Beschäftigung übergehen.“ Andere Studien verdeutlichen aber – wen wundert’s -, dass „sehr hohe Leistungsminderungen in Höhe von 60 Prozent des Regelsatzes, Wegfall des Regelsatzes bis hin zur 'Totalsanktion' besondere Einschränkungen der Lebensbedingungen der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit sich bringen können. Darunter fallen unter anderem verschärfte seelische Probleme, eingeschränkte Ernährung, Sperren der Energieversorgung und in Einzelfällen Obdachlosigkeit.“ Das IAB kommt zu dem Schluss: „Bei einer Reform der Sanktionsregeln sollte es vielmehr darum gehen, sehr starke Einschränkungen der Lebensbedingungen durch Sanktionen zu vermeiden und gleichzeitig eine Anreizwirkung der Sanktionen im Blick zu behalten."
Zur IAB-Studie "Sanktionen" 

"Fördern und fordern" hieß ursprünglich der Leitsatz der Arbeitsmarktreformen. Zumindest die Förderung blieb dabei auf der Strecke: In den letzten Jahren wurde immer weniger Weiterbildung von Langzeitarbeitslosen gefördert. Wie der Bayerische Rundfunk am 5. Juli um 13 Uhr meldete, sind die staatlichen Fördermittel für die Weiterbildung nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" seit 2010 um etwa ein Drittel gekürzt worden. Das Blatt schreibt unter Berufung auf Angaben der Bundesregierung, die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei im gleichen Zeitraum aber nur um gut acht Prozent gesunken. 2010 lagen die Fördermittel demnach bei 850 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 575 Millionen Euro. Zugleich würden immer weniger Betroffene eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme beginnen.

100 Prozent im Job: Die Vollzeit-Lehrgänge an der Journalistenakademie können zu 100 Prozent gefördert werden. Eine der Fördermöglichkeiten ist die Finanzierung durch den  Bildungsgutschein mit Mitteln der beruflichen Weiterbildung. Bei der letzten Erfolgsbeobachtung sechs Monate nach Lehrgangsende ergab sich: Alle Absolventinnen und Absolventen sind im Job. 

Journalismus und PR: "Das entscheidende Kriterium ist die Transparenz"

Mit der Forderung an Journalisten, nicht gleichzeitig im PR-Bereich zu arbeiten, setzt sich Klaus Kocks in einem Beitrag für das Gewerkschaftsmagazin "M - Menschen machen Medien" auseinander. Das European Journalism Observatory (EJO) veröffentlicht den Text online. Fazit von Klaus Kocks: "Das entscheidende Kriterium ist die Transparenz für den Leser. Kann er erkennen, ob es sich um eine journalistische Arbeit handelt oder um eine Auftragskommunikation?" Zum Beitrag

21.6.14

Filmfest München: Eintritt frei beim Animation Meeting

Wie Animation im Film- und Fernsehbereich funktioniert, zeigen Insider beim Animation Meeting am 3. Juli 2014 um 20 Uhr. Im Rahmen des Filmfests München präsentieren Profis aus der Animationsbranche ihre Arbeit. Darunter sind  ausgewählte Szenen der Hollywood-Filme „300 – Rise Of An Empire“ und „Marvel´s The Avengers“. Der Eintritt ist frei, Anmeldung ist erforderlich.


Zu den Referenten am 3. Juli zählt Thomas Zauner (Scanline VFX), der die Visual Effects anhand bisher nicht gezeigter Szenen aus „300 – Rise Of An Empire“ erklärt. Luis Guggenberger (TRIXTER) lässt das Publikum am Concept Design der Filme „Marvel´s The Avengers“ und „Iron Man 3“ teilhaben. Eva Tonkel (Odeon Film Gruppe) und Bernd Maile zeigen, wie man Puppen heute zum Leben erweckt. Die Multimedia-Künstler und 3D-Video-Mapping-Spezialisten Martin Mayer und Quirin Empl schaffen schließlich durch ihre Rauminstallation eine neue Athmosphäre im Kinosaal des Royal Filmpalast.



Das Animation Meeting wird von filmtoolsConsult und dem MedienCampus Bayern gemeinsam veranstaltet. Es richtet sich nicht nur an erfahrene Film- und Fernsehschaffende,  sondern explizit an Studenten und Berufseinsteiger. Im Anschluss laden der MedienCampus Bayern und filmtoolsConsult zum Get-together im Foyer des Royal Filmpalast ein.

Beginn im Royal Filmpalast, Goetheplatz 2, 80337 München, ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich. Hier geht's zur Anmeldung.

Journalistin geht auf Wortwalz

Jessica Schober, Absolventin der Deutschen Journalistenschule und Dozentin an der Journalistenakademie, geht auf Wortwalz: als Reporterin auf eine Gesellenwanderung durch den deutschen Lokaljournalismus. So nennt sie ihr Vorhaben, durch Deutschland zu reisen und gegen Kost und Logis in Lokalredaktionen zu arbeiten. Wie Dachdecker oder Zimmerleute wird Jessica Schober von Redaktion zu Redaktion ziehen. Wer will, kann sie dabei per Crowdfunding unterstützen.
Mehr zur Wortwalz
Jessica Schobers Ankündigung auf Youtube

13.6.14

Von Beatles-Entdeckern, Geigenbaumeistern und durchsichtigen Menschen

Vier kurze Videos zeigen Münchens unbekannte Seiten: Im Blick sind  junge Idealisten, die mit viel Engagement ein ehemaliges Klohäusl zum Biokiosk umgewandelt haben. Der Sänger, Maler und Architekt Tommy Kent lässt die Kamera in sein Atelier und erzählt, wie er die Beatles entdeckt hat. Geigenbaumeister Michael Jaumann arbeitet an einer Geige und die Ausstellung Körperwelten ruft bei Besuchern unterschiedliche Reaktionen hervor.

Vier Arbeitsgruppen der Kurse Online-Journalismus und Pressearbeit online der Journalistenakademie haben sich für die Filme auf Spurensuche begeben. Im Video-Workshop unter der Leitung von Malte Burdekat wurden die Filme konzipiert, gedreht, geschnitten und zu einem Magazin zusammengefügt.

Die Filme gibt's auf Youtube zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=K0DLGyQIi6Q .

(Text Claudia A. Leistritz)

10.6.14

Snowden und die trügerische Sicherheit. Interview mit Peter Welchering

Beim 58. Mediengespräch ging es um NSA, Snowden und die Folgen. Marko Schlichting hat zum Jahrestag der Veröffentlichungen ein Interview mit Peter Welchering geführt. Der IT-Journalist Welchering lehrt als Dozent an der Journalistenakademie. Marko Schlichting fragt: Wie geht es jetzt weiter mit der Überwachung? Ändern die Bürgerinnen und Bürger ihr sorgloses Verhalten? Zum Podcast

6.6.14

Ausstellung "Mensch, Nachbar!" im Neuhauser Richelbräu

Bis 31. Juli 2014: Ausstellung im Neuhauser Richelbräu, Richelstraße 26
MENSCH, NACHBAR! Meine Nachbarn. Deine Straße. Unser Viertel.
Foto-Ausstellung von Günther Baumann zum sechsjährigen Jubiläum von Münchens kleinster Hausbrauerei

Unter dem Motto „MENSCH, NACHBAR!“ hat sich der Hobbybrauer und Gründer des Richelbräu Günther Baumann seinem Stadtviertel Neuhausen mit der Kamera genähert. Der Historiker porträtiert mit einer Prise Witz und nicht ganz bierernst das bunte Leben seiner Nachbarschaft. Bis zum 31. Juli 2014 ist die Ausstellung mit 50 Fotografien im historischen Gewölbekeller der Richelstraße 26 zu sehen. Geöffnet ist jeden Freitag, Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

Ein typisches Bild aus der Ausstellung 'Mensch, Nachbar!' im Richelbräu

„Wie gärt es euch? – Ich hopfe gut“. Günther Baumann hat eine Menge solcher Redensarten parat und fast alle haben mit Bier zu tun. Mit seinem Gärkeller-Verlag und der eigenen Neuhausener CasaNova-Zeitschrift verbindet er die Freude an historischer Forschung mit der Braukunst. In Streifzügen durch das Viertel hat er für die Ausstellung den Friseur, die Fahrschule, den Kiosk, den Schuhladen, den Metzger, Stammgäste der Gaststätten, die Müllabfuhr, und Menschen, die einem in Neuhausen begegnen, abgelichtet. Mit Neuhausens erster Haus- und Hobbybrauerei, die dieses Jahr ihren sechsten Geburtstag feiert, hat er ein außergewöhnliches Nachbarschaftsprojekt gestaltet.

Der Eingang zum Richelbräu. Foto: Peter Lokk

Im gemütlichen Gewölbe- und Gärkeller seines Hauses hat er einen Treffpunkt für alle geschaffen. Seit 30 Jahren wohnt der Sohn eines Braumeisters in seinem Viertel und will, dass es lebendig bleibt. „Hierfür braucht es aber Menschen“, sagt Baumann: „Nur wenn viele Nachbarn am Leben im Stadtteil partizipieren, dann lebt Neuhausen aktiv.“ Sein Stadtteil, seine Haus- und Hobbybrauerei und die Menschen, die hier wohnen, liegen ihm am Herzen. Die neue Fotoausstellung „MENSCH, NACHBAR! Meine Nachbarn. Deine Straße. Unser Viertel“ will zum Gespräch anregen. Die Ausstellung soll neue und alte Nachbarn zusammenbringen und Kontakte herstellen.

Ein Team der Münchner Stiftung Journalistenakademie, die ganz in der Nähe des Richelbräu ebenfalls im Stadtteil Neuhausen ihre Räume ist, hat Günther Braumann bei der Pressearbeit für seine neue Ausstellung "Mensch, Nachbar!"unterstützt und die Presse zur Vernissage am 23. April 2014 eingeladen. Günther Baumann, der "Chef vom Richelbräu",  und das Team der Stiftung  Journalistenakademie freuen sich über das rege Interesse der Münchner Medien an der "bierigen Foto-Ausstellung im Richelbräu".