29.7.15

Hass im Netz und was man dagegen tun kann

In den Sozialen Netzwerken wird zurzeit heftig Propaganda gegen Flüchtlinge betrieben. Auf Facebook und weiteren Plattformen kursierte ein Foto, das Flüchtlinge in Dresden auf einer Mauer zeigte, angeblich einer Friedhofsmauer. Von "Störung der Totenruhe" war die Rede oder "sich unter aller Sau aufführen". PEGIDA-Chef Lutz Bachmann kommentierte zynisch "Die armen, traumatisierten Ärzte, Ingenieure und Kinder bereichern die Bremer Straße."

Tatsächlich war der Sachverhalt ein anderer, wie ein YouTube-Video erklärt und dabei die Propaganda dekonstruiert: Ein Transporter hielt am Matthäusfriedhof, einem stillgelegten Friedhof, um eine Lieferung mit Obst für die Flüchtlinge zu verteilen. Die Flüchtlinge, darunter auch Kinder, eilten zu dem Tor, hinter dem der Wagen hielt, um sich frische Bananen, Pfirsische oder Äpfel zu holen. Als ein Rentnerpaar dort vorbeikommt, reicht ein Flüchtling der Dame zwei Bananen, will sein Obst mit den Spaziergängern teilen. Einen umfassenden Beitrag dazu gibt es unter dem Titel "Die Wahrheit über die Flüchtlinge auf der Friedhofsmauer" bei Mopo24.

Wie umgehen mit Hass im Netz? Einen guten Beitrag mit Tipps und Ratschlägen hat das Netz gegen Nazis zusammengestellt. Es handelt sich um den vierten Teil einer sehr informativen Serie zum Thema Hass im Netz (Links zu den vorangegangenen Beiträgen finden sich dort).
Bild: Ein Flüchtling will in Dresden Obst mit Deutschen teilen

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