29.3.15

Viel Information: Neuer Webauftritt des Münchner Flüchtlingsrats

Seit Mitte März 2015 ist er online: Der Webauftritt www.muenchner-fluechtlingsrat.de informiert über die Situation von Flüchtlingen in München, über Hilfsangebote, Kontaktmöglichkeiten und Beratung. Er bringt Zahlen und Fakten, stellt Einzelschicksale vor und schildert die vielfältige Arbeit des ehrenamtlichen Netzwerks. Zielgruppe sind engagierte Bürger, Ehrenamtliche, die helfen wollen, sowie die Medien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachlehrgänge Onlinejournalismus OJ 46 und Pressearbeit online PO 39 an der Stiftung Journalistenakademie in München haben im Auftrag des Münchner Flüchtlingsrats den neuen Webauftritt www.muenchner-fluechtlingsrat.de konzipiert und erstellt.

Online: Informationen für engagierte Bürger, Ehrenamtliche und die Medien

Der Relaunch startete mit Ziel- und Zielgruppendefinition, Netzwerk- und Nutzenanalyse, Konzeption von Webauftritt und Storyboard, dem Layout-Konzept sowie dem redaktionellen Konzept. Inhalte entstanden bei Interviews mit engagierten Bürgern, Ehrenamtlichen, der Geschäftsführung des Flüchtlingsrats sowie durch neugeschriebene und überarbeitete Infotexte. Das Projektteam realisierte die Idee „Ich setze mich für Flüchtlinge in München ein, weil ….“. Fotostrecken beim Infobus und in der BOKI-Schule, einer der Münchner Schulen für junge Flüchtlinge, diverse Audio-Podcasts und drei Video-Podcasts sorgen für die crossmediale Seite des Webauftritts. Das Projektteam entwickelte das Social-Media-Konzept samt Inhalten für die interaktiven Bereiche. Technisch umgesetzt wurde die neue Website mit HTML, Stylesheets und dem CMS Wordpress.

Der Münchner Flüchtlingsrat ist äußerst zufrieden mit der erfolgreichen Umsetzung des Webauftritts. Da sich nach Übergabe des Webauftritts durch das Team der Journalistenakademie angesichts der politischen Lage die Rechtslage und die Hilfsangebote laufend veränderten, musste die ehrenamtliche Redaktion des Flüchtlingsrats vor dem Launch eine Vielzahl neuer Probleme, Regeln und Hilfsangebote in den Webauftritt aufnehmen, was viel Zeit kostete. Die Stiftung Journalistenakademie freut sich sehr, dass der Webauftritt nun online ist. Wir wünschen dem Münchner Flüchtlingsrat viel Erfolg bei seiner wichtigen Arbeit!

22.3.15

Pressekodex um nutzergenerierte Inhalte erweitert

Der Deutsche Presserat hat die Richtlinien des Pressekodex in Bezug auf nutzergenerierte Inhalte aktualisiert. Dabei ging es um medienethische Belange im Zusammenhang mit Online-Foren, Kommentarseiten und Leserbriefen. Zum Beispiel betont die neue Richtlinie 2.7, dass die Presse die Verantwortung für Online-Beiträge trägt, die von Nutzern zugeliefert werden, und dass solche Inhalte klar erkennbar sein müssen. Die Redaktion muss Verstöße gegen die Presseethik beseitigen, wenn sie davon Kenntnis erhält. Mehr dazu beim Presserat

19.3.15

"Lieber Günther Jauch, Sie müssen jetzt ganz stark sein"

Verschmitzt zeigt Jan Böhmermann in einem Video, dass man Videos nicht glauben darf. Es geht um den angeblichen "Stinkefinger" von Yanis Varoufakis. Wer wissen will, wie einfach sich Videos manipulieren lassen, bekommt hier unterhaltsame Nachhilfe. Böhmermann treibt damit Spaß auf Kosten der Redaktion von Günther Jauch.

Das Video vermittelt Medienkompetenz. Vor welchen Herausforderungen Journalismus heute steht, ist an den Protesten in Frankfurt abzulesen. Wenige Bilder und Videos können eine Debatte prägen. Der Kontext erschließt sich erst durch weitere Quellen. Bilder müssen eingeordnet werden. "Wir können nicht mehr glauben, was wir sehen. Das zeigt Jan Böhmermann uns deutlich“, so Bernd Fiedler von der Jugendpresse Deutschland.

In einem ausführlichen Beitrag erklärt Zeit online, wie Yanis Varoufakis zum Stinkefinger gekommen sein könnte. Dort ist auch Böhmermanns satirisches Erklärvideo eingebunden. Wer will, kann auf Youtube den originalen Videobericht aus Zagreb mit Varoufakis (bei ca. 40:30) ansehen.

Update 22 Uhr: "Wenn die Wahrheit mehr schmerzt als ein Fake". Und bis heute, 19.3., 12 Uhr, war auf Wikipedia zu lesen, Jan Böhmermann habe das Konrad-Kujau-Gymnasium besucht...



Auf Twitter wird dazu unter dem Hashtag #varoufake diskutiert - aktuell ganz oben im Twitter-Trend. Die Twitter-Community reagierte darauf mit dem Blödel-Hashtag #fakelieder. Aufgrund des Wirbels in Social Media und den Medien konnte Böhmermanns Sendung ihre Zuschauerzahl fast verdoppeln.

14.3.15

Wie der SWR Social Media einsetzt

Für den SWR ist Facebook das bedeutendste Netzwerk mit etwa 65 Pages. An zweiter Stelle folgt Twitter mit knapp 40 Accounts und YouTube mit etwa 25 Kanälen. Andere Netzwerke wie Google+, Instagram und Soundcloud spielen bisher eine eher untergeordnete Rolle. Erfolgreiche Fernsehformate wie "Verstehen Sie Spaß" oder "Eisenbahnromantik" sind auch auf YouTube die erfolgreichsten Angebote.


TV-Ausstrahlung bei 'Verstehen Sie Spaß' befördert YouTube-Kanal: So nutzt der SWR Social Media

In den Sozialen Netzwerken sind zum einen vor allem diejenigen Formate erfolgreich, die die internetaffinen jungen Altersgruppen ansprechen, zum anderen korreliert der Erfolg der Social- Media-Präsenzen stark mit dem Erfolg im linearen Programm. Der SWR verfolgt hier deshalb eine Markenstrategie und konzentriert sich bei den Drittplattformen auf erfolgreiche und erfolgversprechende Inhalte. Weniger bekannte oder besonders ressourcenaufwendige Formate sollen an die bereits etablierten Angebote andocken und ihre Inhalte darüber ausspielen.

In einem aktuellen Beitrag für "Mediaperspektiven" beschreibt Rebecca Knauth Entwicklung und Vorgehen bei den Social-Media-Präsenzen von „Verstehen Sie Spaß?“, dem erfolgreichsten öffentlichrechtlichen You-Tube-Kanal, „Rock am Ring“ als crossmediales Eventangebot und „Tatort+“ als Verlängerung des linearen SWR-„Tatorts“ im Netz.

Zur Kurzfassung
Zum ausführlichen Beitrag (PDF)

4.3.15

Weiterbildung: "Zentral für die Zukunft der Medien"

Wie sieht eine zukunftsfähige Ausbildung für Journalistinnen und Journalisten aus? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Ausbildungskonferenz der Initiative Qualität im Journalismus Anfang März 2015 bei der Deutschen Welle in Bonn. Vorgestellt wurden Kooperationen von Hochschulen, Journalistenschulen und Volontariatsgebern, die hohes Innovationspotenzial bergen. Eine Studie von Klaus Meier, Universität Eichstätt/Ingolstadt, und Beatrice Dernbach, TH Nürnberg ergab: Journalistische Darstellungsformen, Online-Journalismus und Fachwissen zu Online-Medien liegen vorn bei den Wünschen, die Arbeitgeber an Journalisten haben.

Mit dabei waren Peter Lokk von der Journalistenakademie und Gabriele Hooffacker für die HTWK Leipzig.
Einen ausführlichen Bericht verfasste Eva Werner für den Blog des Deutschen Journalistenverbands. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union hebt in ihrer Pressemitteilung die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung im Journalismus hervor.

1.3.15

Gelungenes Abschlussprojekt:Webauftritt Toiletten für alle ist online


Für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen sind normale Behinderten-Toiletten oft ungeeignet. Daher setzt sich die Stiftung Leben Pur dafür ein, dass es an möglichst vielen öffentlichen Orten in Deutschland „Toiletten für alle“ gibt. Sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer des berufsbegleitenden Fachlehrgangs Pressearbeit klassisch und online PB10 der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG in München konzipierten und erstellten im Auftrag der Stiftung Leben pur im Sommer 2014 den Webauftritt www.toiletten-fuer-alle.de. Er informiert Betroffene, Unterstützer und Entscheider über die bundesweite Kampagne „Toiletten für alle“ der Stiftung Leben pur.

Die Startseite des Webauftritts der Kampagne „Toiletten für alle"
Zu den Aufgaben des Teams der Journalistenakademie gehörten die Ziel- und Zielgruppendefinition, die  Konzeption von Webauftritt und Storyboard, die Projektkoordination mit dem Auftraggeber und die Projekt- und Teamorganisation. Die Gruppe lieferte Layoutentwürfe für den Webauftritt, übernahm die  Textredaktion, erstellte und bearbeitete die redaktionellen Inhalte. Die Texte sind bewegend: Im Interview erzählt  Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), warum er sich als Botschafter der Stiftung Leben pur für „Toiletten für alle“ einsetzt. Petra Riegler, Mutter einer schwerbehinderten Tochter, schildert im Interview, wie beschämend es für sie ist, dass es in einer Großstadt wie Stuttgart keine Wickelmöglichkeiten für Erwachsene gibt.

Das Projektteam der Journalistenakademie übernahm zudem die Bildauswahl und Bildbearbeitung sowie das Einpflegen der Inhalte in die Templates (TYPO3) des Webauftritts. Seit Oktober 2014 ist der Webauftritt am Netz. Herzlicher Dank an die Teilnehmergruppe, die den Webauftritt parallel zu Lehrgang und Beruf erfolgreich umgesetzt hat. Die Stiftung Journalistenakademie freut sich über den gelungenen Webauftritt und wünscht der bundesweiten Kampagne „Toiletten für alle“ viel Erfolg!