27.8.16

Berufliche Weiterbildung seit 2009 auf die Hälfte geschrumpft

Immer weniger Menschen, die Bedarf hätten, erhalten noch Förderung durch den sogenannten Bildungsgutschein. Die Agentur für Arbeit hat insbesondere in der Zeit unter Arbeitsministerin Ursula von der Leyen die aktive Arbeitsmarktpolitik stark zurückgefahren. Unter von der Leyens Nachfolgerin Andrea Nahles stagniert die Förderung seitdem auf niedrigem Niveau. Von 2009 bis 2014 ging die Teilnehmerzahl der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf rund 830.000 Personen zurück. Sie hat sich damit nahezu halbiert, wie die unten stehende Grafik zeigt.


Quelle: Bundesagentur für Arbeit, abgerufen 27.8.2016



Vor allem Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden gekürzt. Das zeigt eine Auswertung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), die Ende 2015 im Informationsportal Sozialpolitik veröffentlicht wurde. Alle Daten entstammen der Förderstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

Begründet wird die rückläufige Förderung mit dem Abbau der Arbeitslosigkeit. Die ist im gleichen Zeitraum nur um 35,4 Prozent zurückgegangen. "Es wird Zeit, dass sich die Bundesagentur für Arbeit wieder auf die aktive Förderung der Weiterbildung besinnt", sagt Peter Lokk von der Journalistenakademie angesichts der Nachfrage nach qualifizierten Online-Redakteuren.

Ausführliche Darstellung beim IAQ

23.8.16

Filmisches Porträt: Der Blumenladen Pusteblume in München-Neuhausen


Das filmische Porträt eines kleinen Familienunternehmens: Alexandra Villwock ist Inhaberin des charmanten Blumenladens Pusteblume im Münchner Stadtteil Neuhausen. Unterstützt wird die 24-Jährige von ihrer Mutter. Den Blumenladen gibt schon in der zweiten Generation, seit 34 Jahren. „Vom Blumenladen kann man leben, wenn man gut kalkuliert“, erzählt Caroline Villwock, die Mutter der Inhaberin. „Für einen Blumenstrauß, der individuell gebunden werden soll, geben die Leute schon einmal mehr Geld aus“, hat sie beobachtet. Alexandra Villwock hat den Blumenladen mit 20 Jahren übernommen. Die ausgebildete Floristin ist im Laden groß geworden, seit sie drei Jahre alt war. Nun gibt es die Pusteblume auch im Video.

Filmisches Porträt: Im Blumenladen Pusteblume in München-Neuhausen  gibt es wunderschöne Blumen.

Das Video "Pusteblume - Ein Blumenladen in München Neuhausen"entstand im Rahmen des Workshops Videojournalismus der Fachlehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia OC6 und Pressereferent/in Crossmedia PC6 an der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker in München. Konzipiert, gedreht, geschnitten und vertont wurde es von Constanze Eder und Benjamin Wolgast. Videojournalist Malte Burdekat, der Dozent der Workshops, wählt mit den Projekteams der Journalistenakademie gezielt Locations aus München und dem Münchner Stadtteil Neuhausen aus, die es wert sind, nicht länger nur ein Geheimtipp zu bleiben. Die Pusteblume befindet sich in der Arnulfstr. 212 (Steubenplatz), 80634 München, Tel. 089 161401, www.pusteblume-neuhausen.de

16.8.16

20 Jahre Frohburger Medienhaus: Beat, Rock und Netizens

Beim Sommerfest "20 Jahre Frohburger Medienhaus" diskutierten Ronda und Jay Hauben aus New York mit den Gästen über eine demokratische Bewegung über das Internet. Ronda hat mit ihrem verstorbenen Sohn Michael zusammen den Begriff "Netizen" geprägt und ein Buch darüber geschrieben, das frei im Internet verfügbar ist. Von Berlin (Uschi und Wolfgang Grabowski) bis München kamen die Besucher, um mit Gabriele Hooffacker, Peter Lokk, Sven Mainka und Freunden zu feiern.



Die Leipziger Band Cosmic Urban Beat Engine (C.U.B.E.) stellte Songs aus ihrem neuen Album "Pursuit" vor, das Anfang September erscheinen wird (hier kann man Pursuit von C.U.B.E. bestellen).


C.U.B.E. beim Soundcheck

Der rockige Sound riss Gäste jeden Alters mit - bis hin zum improvisierten Rock'n Roll.



Ein Interview zum Thema Netizen mit dem Titel "Back to the roots of journalism", das Gabriele Hooffacker mit Jay und Ronda Hauben geführt hat, kann man hier als PDF kostenlos herunterladen.
Mehr von C.U.B.E. ist auf ihrem YouTube-Kanal zu hören. Danke an alle, die zum Gelingen des Sommerfests beigetragen haben!

4.8.16

Webauftritt www.morgen-muenchen.de vernetzt Migranten in München


Neuer multimedialer Webauftritt vernetzt Migranten in München
Auf der neuen Website www.morgen-muenchen.de stellt MORGEN, das Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen, seine Mitgliedsvereine vor und informiert über Veranstaltungen und Fördermöglichkeiten. Die Journalistenakademie München hat den Webauftritt gestaltet.


Die neue Website www.morgen-muenchen.de ist online. Sie überzeugt durch modernes Design und ist für Smartphone und Tablet optimiert. Ein Imagefilm präsentiert die Mitglieder multimedial. Neu ist ein Kalender mit allen Veranstaltungen von MORGEN und seinen Mitgliedern. „Die neu gestaltete Website bietet einen tollen Überblick über die Vereine und das dort geleistete Engagement“, freut sich Friederike Junker, die Netzwerkkoordinatorin von MORGEN. Bei MORGEN vernetzen sich Migrantenvereine und vertreten gemeinsam die Interessen ihrer Mitglieder. „Uns ist wichtig, dass sich neue und alteingesessene Münchnerinnen und Münchner für einander einsetzen. Bürgerschaftliches Engagement macht eine Stadt lebenswert“, erläutert Friederike Junker. „Unser Webauftritt soll dabei helfen, Förderungen für Projekte zu erhalten, Kontakte zu anderen Vereinen aufzunehmen, Räume für Veranstaltungen zu vermitteln oder Sprachkurse in der eigenen Muttersprache zu finden“.

Die Startseite von www.morgen-muenchen.de. Verein des Monats August 2016 sind die "Freunde der Mongolei". Der 1996 gegründete Verein fördert den kulturellen Austausch und unterstützt Entwicklungshilfeprojekte in der Mongolei.
Peter Hilkes betreut das Projekt „House of Resources“ für München, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. „Es geht um Ressourcennutzung. Der eine braucht, was der andere hat“, erklärt Peter Hilkes. „Wir beraten bei Förderanträgen und vergeben Gelder für Mikroprojekte. Uns ist wichtig, möglichst unbürokratisch und direkt zu helfen, damit Menschen ihre guten Ideen schnell umsetzen können.“ Ein weiteres aktuelles Projekt ist „Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit“, kurz SAMO.FA. „Wer neu nach Deutschland kommt, kann immer Hilfe brauchen“, sagt Projektkoordinator Paulo Cesar dos Santos Conceição. „Viele unserer Mitglieder engagieren sich in der Flüchtlingshilfe. Mal ist das ein Dolmetscher beim Behördengang oder auch die Vermittlung eines Deutsch-Sprachkurses“.

Neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachlehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia und Pressereferent/in Crossmedia der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker München haben in Zusammenarbeit mit der Projektkoordinatorin Friederike Junker von MORGEN den neuen Webauftritt als Abschlussprojekt konzipiert und umgesetzt. Die Journalistenakademie übernimmt mit ihren Weiterbildungslehrgängen seit mehr als 15 Jahren die Pressearbeit für soziale und kulturelle Einrichtungen, gestaltet Videofilme und  crossmediale Webauftritte.

MORGEN, das Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen, ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Migrantenorganisationen in München und Umgebung mit dem Ziel, die Teilhabe und das aktive Engagement von Münchnern mit Migrations- oder Fluchterfahrung zu stärken. Im Netzwerk arbeiten mehr als 50 Mitgliedsorganisationen aus den verschiedensten Regionen der Welt einvernehmlich zusammen. Sie bieten Neuankommenden in München mehrsprachige Beratung bei Behördengängen, geben muttersprachlichen Unterricht und organisieren Veranstaltungen zum gegenseitigen Kennenlernen. MORGEN versteht sich als Bindeglied zwischen den Akteuren des gesellschaftlichen Engagements und Vertretern von mehrheitsgesellschaftlichen Einrichtungen, Stadtverwaltung und Politik. Informationen über Fördermöglichkeiten für Migrantenorganisationen bietet das Netzwerk auf der neuen Website www.morgen-muenchen.de an.

1.8.16

Wenn Chatbots die Nutzerkommunikation übernehmen

Social-Media-Management schien eine Zeitlang eine attraktive Tätigkeit für Journalisten zu sein. Jetzt übernehmen die Chatbots.

Wer als Teilnehmer auf einem Parteitag lokalisiert wird, könnte bald eine Bot-Anfrage wie die folgende bekommen: „Hi! Mein Name ist BuzzBot. Ich sammele Storys über den Parteitag der Republikaner in Cleveland. Verfolgen Sie den Parteitag?“ So beschreibt Adrian Lobe in der FAZ den Einsatz des "BuzzBots".

Der Nutzer habe drei Antwortmöglichkeiten: „Nein“, „Ja, ich bin in der Stadt“ und „Ja, von zu Hause aus“. Gebe der Nutzer an, dass er auf dem Parteitag ist, fragt der Bot: „Möchten Sie mir vielleicht Fotos oder Videos schicken von dem, was um Sie herum passiert?“

Damit wird der Nutzer zum Bürgerreporter, der dem Medium kostenfrei Material liefert - schnell, viel und authentisch. Auch auswerten kann der Bot schneller als der Journalist. Allerdings sollen die Roboterjournalisten noch ziemlich fehleranfällig sein, schreibt die FAZ.

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