26.2.17

Start 24.4.2017: LG Onlineredakteur/in und Pressereferent/in Crossmedia


Am 24. April 2017 startet die Journalistenakademie in München die neuen Fachlehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia OC11 und Pressereferent/in Crossmedia PC11. Wer als Journalist oder Akademiker mit Medienerfahrung Wissenslücken schließen, fundierte Online- und Social-Media-Kenntnisse erwerben oder in das Berufsfelder Pressearbeit online wechseln will, kann mit den crossmedialen Fachlehrgängen der Journalistenakademie seine Chancen am Arbeitsmarkt zielgerichtet verbessern.

Pressekonferenz 'Lange Nacht des Menschenrechtsfilms': Anna Falkenberg, Daniel Tapia Montejo und Marko Junghänel
Jeder der beiden Lehrgänge dauert sechs Monate und ist nach AZAV zertifiziert. Der Fachlehrgang Onlineredakteur/in Crossmedia OC11 hat die Maßnahmenummer 843 1346 2014, der Fachlehrgang Pressereferent/in Crossmedia PC11 die Maßnahmenummer 843 1343 2014. Die Lehrgänge kombinieren Fachunterricht mit redaktioneller Praxis. Aktuelle Referenzen und Arbeitsproben erwerben die Teilnehmenden in den kursbegleitenden Praxisprojekten. Beispiele der Online-Dossiers, digitalen Pressemappen, Videos und Webauftritte finden sich im Blog der Journalistenakademie unter http://journalistenakademie.blogspot.de/

Das journalistische Dossier zum Thema ANDERS schildert Wissenswertes aus ungewöhnlichen Perspektiven
Wer sich über die praxisorientierte Arbeit unserer Fachlehrgänge der letzten Monate informieren will, findet hier ausgewählte Praxisprojekte der Journalistenakademie:
Das journalistische Dossier ANDERS der aktuellen Fachlehrgänge mit vielen spannenden redaktionellen Beiträgen zum Thema „Anders“, veröffentlicht im Januar 2017
Die digitale Pressemappe zur Pressekonferenz „Bei Menschenrechtsverletzungen: Nicht wegschauen – hinsehen!“ am 31. Januar 2017 im PresseClub München im Vorfeld der Langen Nacht des Menschenrechts-Films am 8. Februar 2017 im Münchner ARRI-Kino

Im Netzwerk MORGEN kooperieren 54 Migrantenorganisationen. Sunu Dome e.V. ist im Februar 2017 Verein des Monats

Den Relaunch des Webauftritts www.morgen-muenchen.de des Netzwerks Münchner Migrantenorganisationen MORGEN, in dem sich 54 Mitgliedsvereine aus unterschiedlichsten Kulturen für eine vielfältige und tolerante Zivilgesellschaft einsetzen, veröffentlicht im Oktober 2017
Den Videofilm „Trimediales Arbeiten - PULS erklärt wie es geht, veröffentlicht im Januar 2017: Die Redaktion PULS zeigt, wie sie innerhalb des BR die Verzahnung von Radio, TV und Online umsetzt.

Aktuelles Video: Die Redaktion PULS zeigt, wie sie innerhalb des BR die Verzahnung von Radio, TV und Online umsetzt.
Das detaillierte Zertifikat bestätigt den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss die neu erworbenen Kenntnisse. Unsere Vermittlungsquote ein halbes Jahr nach Lehrgangsende liegt bei 80 bis 90 Prozent. Informationen gibt es unter http://www.journalistenakademie.de/index.php?p=253

Das Team der Journalistenakademie berät und gibt Tipps bei der Auswahl des richtigen Lehrgangs. Informationen im Internet unter www.journalistenakademie.de und telefonisch unter 089 1675106.

5.2.17

Rückblick: Pressekonferenz zur Langen Nacht des Menschenrechts-Films


Rückblick: Pressekonferenz zur Langen Nacht des Menschenrechts-Films in München
Filmnacht mit den Preisträgerfilmen im ARRI-Kino am 8. Februar, 19 Uhr, ist ausgebucht


Podiumsgast Marko Junghänel zeigte sich nach der Pressekonferenz im Vorfeld der Langen Nacht des Menschenrechts-Films zufrieden: „Die große Resonanz freut mich sehr.“ Die Stiftung Journalistenakademie hatte am Dienstag, 31.1.2017, in den PresseClub München geladen und der Gesamtkoordinator des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises konnte den anwesenden Pressevertretern mitteilen: „Die 400 Plätze sind fast ausgebucht.“

Vor dem Ansturm: Der Pressetisch bei der Pressekonferenz am 31.01.2017
Zuvor hatte Junghänel ein Plädoyer für die Relevanz filmischer Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen gehalten: „Kein Diktator wird unseretwegen abdanken, aber man muss dafür kämpfen, dass solche Dinge im Gespräch bleiben. Außerdem kann man jemanden, der in der Öffentlichkeit ist, nicht so leicht verschwinden lassen.“ Begeistert lobte Junghänel die prämierten Filmemacher: „Sie verstehen sich als Chronisten, wollen aber auch selbst aktiv werden. Am meisten beeindruckt mich die Beharrlichkeit der Filmemacher, die ihre Protagonisten zum Teil über Jahre begleiten.“

Die Podiumsgäste von links: Daniel Tapia Montejo, Marko Junghänel
Besonderer Schwerpunkt der Pressekonferenz war das Thema "Verschwinden lassen kritischer Bürger", das zwei der sechs ausgezeichneten Filme anhand eines aktuellen Falls aus Mexiko aufgegriffen hatten. Filmemacher Oliver Stiller, per Skype zugeschaltet, ging in seinem Kurzfilm „Esperanza 43“ dem mysteriösen Verschwinden einer Gruppe von Studenten auf den Grund. Über den Preis freut er sich auch im Namen der mexikanischen Bevölkerung. „Es ist wichtig für die Menschen, dass jemand hinsieht. Sie hoffen auf Impulse aus dem Ausland, um die Fälle aufzuklären.“ Der seit jeher Mexiko-affine Stiller stellte nach dem Vorfall eine Veränderung der Stimmung im Land fest. „Dem wollte ich nachspüren und ein Porträt über eine Familie drehen – aber dann waren da plötzlich viel mehr Familien. Jeder meiner Gesprächspartner hatte nach einiger Zeit Tränen in den Augen. Aber trotzdem war da immer auch Hoffnung.“ Der Regisseur glaubt fest an eine Aufklärung des Falles.


Preisträger Oliver Stiller im Gespräch mit Moderatorin Anna Falkenberg

Die Hintergründe zu der Menschenrechtslage in Mexiko erläuterte Daniel Tapia Montejo, Mexiko-Referent beim Ökumenischen Büro München für Gerechtigkeit und Frieden. Seine Erklärung dafür, dass so viele Menschen einfach „verschwinden“ konnten, ist so simpel wie schockierend: „Staat und mafiöse Strukturen arbeiten zusammen. Nach Tätern wird nur dort gesucht, wo man ohnehin nichts finden wird. Eine Hand wäscht die andere, und beide Hände waschen das Gesicht.“ Die Lage der Bevölkerung beschrieb er als „gelernte Machtlosigkeit“ und ergänzt: „Gewalt und Straflosigkeit führen zu mehr Gewalt – ein Teufelskreis.“ Auch Montejo sieht den Fall der 43 Studenten als Wendepunkt: „Durch diesen Vorfall sind der Gesellschaft die Schuppen von den Augen gefallen. Die Menschen sind sich jetzt ihrer Rechte bewusst geworden.“

Podiumsgast Daniel Tapia Montejo, Ökumenisches Büro München für Gerechtigkeit und Frieden
Nach der gelungenen Pressekonferenz blicken die Veranstalter der Langen Nacht des Menschenrechts-Films am 8. Februar (19:00 Uhr) im ARRI-Kino zuversichtlich entgegen. Die Filmnacht ist ausgebucht. Interessierte können sich auf die Warteliste setzen lassen (ohne Gewähr). Kontakt dazu unter muenchen@menschenrechts-filmpreis.de Porträts der ausgezeichneten Filmemacherinnen und Filmemacher, Interviews und Hintergrundtexte bringt die digitale Pressemappe unter www.journalistenakademie.de/presse/langenacht Sie stellt auch den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis, die aktuellen Preisträger und die Jury vor. 

Autor: Alexander Karl, Projektteam Lange Nacht des Menschenrechtsfilms
Fotos: Brigitte Tacke und Adalbert Zehnder, Projektteam Lange Nacht des Menschenrechtsfilms